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Pfarrblattartikel März-Mai 2005
Ich heiße Pater Marcelo Sahulga, bin Steyler Missionar und komme
von den Philippinen. Ich wurde am 13. September 1966 geboren, und bin
das zweitjüngste von acht Kindern. Als junger Bub war ich
Ministrant und Chormitglied in unserer Pfarre. Kirche war und ist für
mich die zweite Heimat. Meine Eltern sind religiöse Menschen,
die einen großen Einfluss auf mein spirituelles Leben hatten.
Wie ich jetzt als Mensch bin, wie sich meine Spiritualität als
gläubiger Mensch entwickelte, verdanke ich am meisten meiner
Familie, die mich liebevoll erzog und prägte.
Es ist in unserer Kultur noch üblich, dass
die Eltern einen großen Einfluss besonders
auch auf die religiöse Erziehung der Kinder haben. Meine Eltern
haben immer wieder gefördert, dass wir Kinder in den
Gottesdienst gehen sollten. Ich bin sehr dankbar, dass sie meine
Erziehung zu einem religiösen Leben authentisch und liebevoll
betreut haben. Sie haben mir ein liebevolles Gottesbild vermittelt,
einen Gott der mich liebt, der mich stärkt und der mir Halt
gibt. Diese Liebe Gottes war und ist für mich spürbar.
Authentizität ist mir wichtig: Der Mensch muss zuerst Liebe
erfahren, um Liebe weiterschenken zu können. Ich kann nur geben,
was ich habe. Durch diese liebevolle Prägung und Erziehung und
durch einige Priester, geistliche Schwestern und Laien hat Gott mich
auf dem Weg zum Priestertum geführt und begleitet. 1988 beendete
ich mein Hochschulstudium (Maschinenbau) mit dem "Bachelor of
Arts". Danach war ich drei Jahre bei der philippinischen
Fluglinie beschäftigt. 1991 trat ich als Spätberufener in
das Theologische Seminar der "Gesellschaft des Göttlichen
Wortes" auf den Philippinen ein. Am 10. Dezember 1999 wurde ich
zum Priester geweiht. Ich habe nicht gewusst, dass ich nach
Österreich kommen werde, aber die Steyler Missionare hatten
Europa zum Missionsland erklärt, und ich war bereit, als
Missionar hier zu arbeiten. So bekam ich meine Bestimmung für
die Österreichische Provinz. Seit September 2000 bin ich nun in
Österreich. Nach einem einjährigen Sprachstudium habe ich
meine Arbeit als Aushilfskaplan in der Pfarre "Auferstehung
Christi" in Wien 5 begonnen, wo ich zwei Jahre wirkte. Kurz war
ich auch in der Pfarre "Herz Jesu" in Mödling.
Jetzt bin ich bei Ihnen in
Breitenfeld. Ich bin noch in der Phase des Einlebens, und hoffe, dass
ich mich hier bald zu Hause fühlen werde. Für mich ist die
Arbeit hier natürlich neu, und ich bin auf Ihr Verständnis
und Ihre Unterstützung angewiesen. Ohne Ihre Hilfe ist es für
mich doch schwer. Ich bin offen für Herausforderungen und bereit
zu lernen. Ich bin nicht gekommen, um Sie etwas Neues zu lehren,
sondern um meinen Glauben und mein Leben mit Ihnen zu teilen.
Kaplan Marcelo Sahulga
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OA Dr. H. Krisper

Fr. Grete Incze, Olga Bálint, Hausleiterin
Wie Sie ja wissen, ist unsere Pfarre seit 3 Jahren bemüht, mit dem
Verein
"Initiative Hoffnung, eine Chance für Rumäniens
Kinder" die Situation im Kinderheim in Tirgu Secuiesc (Rumänien)
mit Ihrer Mithilfe zu verbessern. Zur Zeit leben dort gemeinsam 61
gesunde und behinderte Kinder zwischen 4 und 20 Jahren. Ziel der
rumänischen Behörden ist es, davon die nichtbehinderten
Kinder in Wohngemeinschaften unterzubringen. Das Kinderheim soll dann
nur mehr behinderten Kindern Heimat bieten. Das Personal geriet vor 3
Jahren völlig unvorbereitet in die Situation, viele
schwerbehinderte Kinder aufnehmen zu müssen. Es gibt besonders
bei diesen Kindern kaum Verwandte die sie besuchen. Die
heilpädagogische Betreuung ist bei diesen Kinder besonders
schwierig. Es gibt kaum speziell ausgebildetes Personal. Das
vorhandene Personal unter der Leitung von
Olga Balint ist sehr bemüht
und arbeitet unter schwierigsten Bedingungen. Die Einzelförderung
der Kinder braucht großen personellen und materiellen Einsatz
und sichtbare Erfolge stellen sich nur ganz langsam ein. Ein ganz
großer Forschritt wäre, eine speziell ausgebildete
Therapeutin in das Betreuungsteam zu integrieren. Im April 2004
begleitete ich
OA Dr. H. Krisper, Facharzt für
Kinderneuropsychiatrie, in das Kinderheim nach Tirgu Secuiesc. Bei
dieser Gelegenheit konnte das Personal Fragen zu den diversen
spezifischen Problemen - autoaggressive Kinder,
Beschäfti-gungsformen, Integration in das Heim, Umgang mit
ehrenamtlichen Helfern usw. - stellen und zeigte großes
Interesse an Lösungsansätzen sowie an Schulungen in
Österreich. Im Oktober 2004 gelang es, Fr.Balint einige
Behinderteneinrichtungen in Gmünd und Zwettl, sowie das
Clara-Fey-Kinderdorf in Döbling, zu zeigen. Grundsätzlich
hat der Verein zur ganzheitlichen Förderung seine Bereitschaft
erklärt, Praktikantinnen aus Rumänien aufzunehmen und
auszubilden.
Wann die gänzliche Umstellung des Kinderheimes auf eine
Behinderteneinrichtung erfolgen wird, ist noch nicht absehbar. Faktum
ist, dass besonders dann unser Engagement gefragt sein wird und wir
hoffen auf Ihre Unterstützung.
Unser Rumänienkonto lautet:
VK: Rumänien: Nr: 042-37889; ERSTE BANK Bklz: 20111
Nora Kobermann
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Ist Gott ein strafender oder ein liebender, verzeihender Gott? Auf alten Bildern kann man den Erzengel Michael sehen, wie er mit der Waage die verstorbenen Seelen wiegt. Die zu leichten werden verdammt. Auch hört man immer wieder "Wie konnte dies Gott zulassen?" Also ein strafender Gott. Es gibt sehr viel, oft unverschuldetes Leid auf dieser Welt. Dies ist sicher ein großes Geheimnis. Aber dass Gott dies absichtlich tut, kann ich mir nicht vorstellen. Es gibt auch das Gottesbild eines liebenden und verzeihenden Gottes. Ein Gott der am 6.Schöpfungstag den Menschen nach seinem Abbild schuf und selbst feststellte, "dass es sehr gut war", ein Gott der immer den Menschen die Treue hielt, ein Gott der sich selbst in der Geburt seines Sohnes Jesus Christi offenbarte, kann nur ein liebender Gott sein. Können wir es fassen, dass der Sohn Gottes zu uns auf die Welt gekommen ist, um uns seinen Vater nahezubringen? Dies ist nur aus der Liebe Gottes zu seinen Menschen erklärbar. Es ist für mich - wie im Christentum - wunderschön und beruhigend, dass wir geborgen sind in der Liebe Gottes und dass er uns verzeiht.
Dr. Wolfgang Zischinsky
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- "Gott kann alles."
- "Er sieht alles und vergisst nichts."
- "Ich finde, er müsste manches anders machen."
- "Manchmal glaube ich, dass Gott blind und taub ist."
- "Manchmal ist er richtig lästig und ich bin sauer auf ihn."
- "Am Sonntag will er, dass die Menschen in die Kirche gehen."
Gott ist ...
- ... gütig
- ... eine Kraft
- ... unvorstellbar
- ... einer der da ist
- ... vertrauenswürdig
- ... Tröster, Seelsorger
- ... Mama und Papa in einem
- ... ab und zu auch mein zu Hause
- ... manchmal schwer zu begreifen
- ... nicht greifbar
- ... kein "Aufpasser"
- ... nicht fotografierbar
- ... vielleicht gar nicht da
- ... ein Ding an das ich glaube
- ... heute nur noch selten zu sehen
- ... allgegenwärtig/ unvergänglich
- ... ein Rätsel/ das große Fragezeichen
- ... unverständlich und manchmal ungerecht
- ... ein alter Mann mit weißem Bart/ der alte Opa
- ... weit wie das Meer und vielfältig wie der Sand
- ... ein Freund dem ich meine Sorgen aufladen kann
- ... jemand, mit dem ich reden kann, wenn ich einsam bin
- ... ein guter Freund und in jeder Lebenslage für mich da
- ... "von gestern" (man spricht von ihm in der Vergangenheit)
- ... Hauptinhalt einer Ebene, auf der einige wichtige Dinge meines Lebens basieren
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