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Pfarre Breitenfeld — Themenformum — Pfarrblattartikel 4/2005

Pfarrblattartikel Dezember 2005 - Februar 2006

"Spenden - Kaufen - Helfen - Arbeiten"

Brigitte Weiser

Als Caritas-Verantwortliche unserer Pfarre nahm ich im Juni 2005 an einer Exkursion zum Thema "Spenden - Kaufen - Helfen - Arbeiten" im Caritas-Lager Mittersteig 10 (Carla-Mittersteig) teil. Zusammenfassend möchte ich Ihnen darüber berichten.

  1. Jährlich werden 23.000 Kleiderpakete a 15 kg an Bedürftige gratis abgegeben. Das Sortieren und Regal-Befüllen wird von den Mitarbeitern des Carla besorgt. Die Mitarbeiter - meist nach langer Arbeitslosigkeit wieder beschäftigt - sind sehr lernwillig und kommen in vielen Bereichen zum Einsatz, zum Beispiel auch in der
  2. Möbelabteilung. Alte aber noch gut brauchbare Möbel werden, wenn nötig repariert, und dann verkauft. Auch wertvollere Möbelstücke werden restauriert und nicht zu billig abgegeben! Die Verkaufsfläche des ganzen Lagers beträgt übrigens 5.000 m2 ! Es gibt schon sehr viele Stammkunden, welche 5% Rabatt bekommen.
  3. Die Arbeitspolitik war ein wichtiges Thema dieses Abends. Den Menschen wird eine Chance geboten, wieder arbeiten zu können und ein Selbstbewusstsein zu entwickeln. Derzeit sind 185 Menschen in vielen verschiedenen Projekten beschäftigt. Besonders interessant war für mich die Möglichkeit, dass Pfarren und gemeinnützige Einrichtungen durch ein einjähriges Dienstverhältnis (Voll- oder Teilzeit) Hilfestellung beim Wieder-Einstieg in die Arbeitswelt bieten können. Das Arbeitsangebot richtet sich nach den jeweiligen Möglichkeiten der Pfarre (Gartenarbeiten, Reinigung, Botengänge, Reparatur- und Instandhaltungstätigkeiten). Die konkrete Arbeitsanleitung erfolgt durch Mitarbeiter der Pfarre. Gleichzeitig bieten Sozialarbeiter Unterstützung an bei sozialen und rechtlichen Fragen, der Schuldenregulierung, Wohnplatzsicherung, persönlichen Krisen... Die Pfarre bezahlt etwa die Hälfte der Kosten für einen 40-Stunden-Job (400-600 €), der Rest wird vom AMS und der EU finanziert.

Jedermann kann täglich zwischen 9 und Uhr den Dauer-Flohmarkt besuchen (Bücher, Gewand, Schuhe, Möbel, Kinderabteilung...); mit den Einnahmen dieses Flohmarktes kann vielfältig geholfen werden.

Brigitte Weiser

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Der Zauber des Anfangs

Dieter Böhm Ein Anfang

"Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns behütet, der uns beschützt", sagt Hermann Hesse. Dieses berühmte Wort drückt das Gefühl der Besonderheit aus, das jeden Neuanfang charakterisiert.

Ein Anfang ist etwas grundsätzlich Offenes: In dieser Offenheit steckt immer die Hoffnung auf die Möglichkeit, alte Strukturen aufzubrechen und einen neuen Weg einzuschlagen. Ein Anfang kann auch die Chance bedeuten, aktiv etwas zu verändern, das Schicksal in die Hand zu nehmen und die Dinge zu verbessern. Aber er ist immer auch ein Wagnis, verbunden mit vielen Unsicherheiten; und schließlich kann ein Anfang Mühe bedeuten, Beschwernisse, Trauer vielleicht. Denn vielen Anfängen muss ein Ende vorausgehen.

Jeder Anfang bedeutet also Neues, bedeutet Veränderung oder jedenfalls die Überlegung, ob man denn etwas verändern soll oder nicht. Denn nicht jede Veränderung ist automatisch eine Veränderung zum Guten. Vieles Alte aber gibt es vielleicht gar nicht mehr, man muss also Neues aufbauen. So steht an jedem Anfang ein Prozess des Nachdenkens über Altes, eine Bewertung des Alten und des überhaupt noch Bestehenden. Vor kurzem habe ich bei einem Urlaub in Berlin festgestellt, dass das harmonische Nebeneinander von Altem und Neuem, hervorgegangen oft aus Krieg und Zerstörung, in mir das Gefühl hervorgerufen hat, dass Berlin eine durch und durch gelungene Stadt ist.

Auch in diesem neuen Kirchenjahr werden wir also in mancherlei Hinsicht immer wieder einen Neuanfang erleben. Jedesmal, wenn man zu einer Reise aufbricht, muss man entscheiden, ob das Gefühl, man wolle an einen vertrauten Ort fahren, mit dem man positive Erlebnisse verbindet, das Verlangen danach überwiegt, Neues kennenzulernen. Ebenso werden wir in einem neuen Jahr oft die Entscheidung zwischen ausgetretenen Pfaden und neuen Hinweisschildern treffen müssen, nur bei einem können wir sicher sein: Es ist einer da, der uns dabei hilft und dafür sorgt, dass wir, falls wir uns für den neuen Weg entscheiden, nicht in die Irre gehen.

Mag. Dieter Böhm

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Eine Betrachtung an Hand von 3 Stellen aus dem AT

Wolfgang Zischinsky
  1. Als Elija in einer Höhle am Gottesberg Horeb übernachtete, erging das Wort des Herrn an ihn, er solle herauskommen. Der Herr zog vorüber nicht im Sturm, nicht im Erdbeben, nicht im Feuer, sondern in einem sanften Säuseln (1 Kön.19,9ff).
  2. Ganz anders spricht Gott mit Hiob (38,1) nämlich im Sturm. Im großen Leid wäre ein Säuseln zu schwach.
  3. Abraham erfährt in seinem Herzen die Weisung aus seiner Heimat wegzuziehen (Gen.12,1ff) und er geht weg. Er vertraute der Stimme Gottes.

Gott kommt im Säuseln, aber auch im Sturm. Er kommt auch völlig unerwartet, aber in einer Art, wie es für die betreffende Situation richtig ist. Wir brauchen nur bereit sein und darauf warten.

Dr. Wolfgang Zischinsky

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Das Kirchenjahr in Breitenfeld

Die wunderbar gestaltete Innenseite des Pfarrblattes wird in all seiner Pracht als Bild wiedergegeben:

Kirchenjahr 2005
(Zum vergrößern anklicken)

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Der Bär ist los!

Pfadfinder

Stellt euch vor, in einem Zoo verschwindet ein Bär auf sehr mysteriöse Weise und die Bärenpflegerin weiß sich nicht anders zu helfen, als die Pfadfinder der Gruppe 20 um Hilfe zu bitten.

So geschah es nämlich am Samstag den 1.Oktober bei unserem Herbstausflug. Natürlich waren wir sofort bereit, der verzweifelten Frau zu helfen!

Bär

Wir begaben uns sofort zu den Steinhofgründen und befragten dort alle Mitglieder, die in diesem Zoo beschäftigt waren, ob sie etwas über das Verschwinden des Bären wüssten. Obwohl der Zoo nicht groß war, und nicht viele Tiere beherbergte nämlich einen Stofflöwen, einen riesigen Stoffesel, einen Stoffgeier, eine Stoffeidechse und natürlich den verschwundenen Stoffbären, stellte sich die Befragung als recht schwierig heraus. Die Tierpfleger gabe nur widerwillig die Informationen, die wir brauchten, preis! Aufgrund der Namen, der Hobbys, Familienverhältnisse und der Arbeitsdauer im Zoo konnten wir dann doch den Übeltäter ausforschen. Unsere Detektive fanden im Bärenkäfig den Ehering des Hr. Breitfuß. Gemeinsam brachten wir den Täter dazu, den Bären wieder zurückzubringen! Die Bärenpflegerin war überglücklich und schenkte uns zur Belohnung Schokoladebrezeln.

Nachdem Herr Breitfuß versprochen hatte, so etwas nicht mehr zu tun, fuhren wir zufrieden wieder nach Hause!

1080 Wien, Blindengasse 42
Telefon: 0664/816 31 68
Homepage: http://scout20.at/wien20/home.htm

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Jugend in Breitenfeld

Jugend bastelt...

Obwohl das Schuljahr noch gar nicht so alt ist, hat sich bei uns in der Jugend und Jungschar schon einiges getan. Im September haben wir mit einem sehr lustigen und gut besuchten Anfangsfest begonnen.

Im Oktober jagte dann ein Ereignis das andere: Jugendheuriger mit Messe im Kirchenkeller, nächtliches Schokofondue, windloses Drachensteigen auf den Steinhofgründen, die Wiedereröffnung des Jugendclubs (Achtung neue Zeiten: Freitag 19 - 22Uhr) und natürlich das Palatschinkenfest. Wer das alles versäumt hat, braucht nicht verzweifeln. Die nächste tolle Veranstaltung der Jungschar für alle zwischen 0 und 99 Jahren steht schon vor der Tür. Am 11.12 organisieren wir schon zum 4. Mal die Adventfeier. Auch heuer möchten wir mit Punsch, Keksen und einem Theaterstück der T-AG, einen gemütlichen Nachmittag verbringen.

Ganz am Schluß noch eine kleine Bitte: Für das Lager und die Jungscharstunden brauchen wir Stoffe. Wir würden uns freuen, wenn Sie alte Leintücher oder Tischtücher spenden könnten.

Simone Kragora

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Nachtrag: Siegbert Neubauer

Die Vorstellung von Siegbert Neubauer hat es leider nicht mehr in das Pfarrblatt geschafft. Deshalb an dieser Stelle ein Nachtrag. (Ihre Pfarrblattredaktion)

Der bisherige Lebenslauf:

Siegbert Neubauer

  • geb. 11. Okt. 1955 in Baden bei Wien, aufgewachsen in Pottenstein a/d Triesting
  • Volksschule in Grabenweg, Gymnasium in Berndorf, Bundesheer in Baden
  • Theologiestudium und Priesterseminar in Wien
  • 1 Jahr Praktikum in der Pfarre St. Florian, Wien V.
  • Diakon und Religionslehrer im Seminar der Erzdiözese Wien in Sachsenbrunn
  • Mag. theol., Priesterweihe 29. Juni 1982 durch Kardinal Dr. F. König
  • Kaplan in St. Ulrich in Hollabrunn ab 1982; Kaplan in St. Othmar in Mödling ab 1987
  • Pfarrer im Pfarrverband Wilfersdorf + Kettlasbrunn + Bullendorf ab 1989; Pfarrmoderator in Dobermannsdorf
  • Dechant des Dekanats Mistelbach-Pirawarth im Vikariat Unter dem Manhartsberg
  • Landesfeuerwehr-Seelsorger im nö. Landesfeuerwehrverband
  • Krankenhausseelsorger und Kirchenrektor im KH Mistelbach
  • Pfarrer im Pfarrverband Großrußbach + Karnabrunn ab 2003
  • seit 1. 9. 2005 Seelsorger im kath. Seelsorgeteam des AKH

Ich wohne seit einigen Wochen im 3. Stock des Pfarrhauses Florianigasse 70. Mit Bedacht auf meinen Arbeitsplatz AKH Währinger Gürtel bin ich froh, nur 2 U-Bahn-Stationen entfernt meine neue Heimat gefunden zu haben. Nach so vielen Jahren im Weinviertel allerdings bin ich noch nicht ganz ein Wiener geworden ... wird schon werden! Ich bin sicher, unsere Pfarre St. Franziskus Breitenfeld wird dazu beitragen.

Gerne - so habe ich es dem Pfarrer versprochen und auch bereits praktiziert - übernehme ich Aushilfen (Gottesdienste, Gespräche, Runden ...) wenn Not am Mann ist und es mit meinem Dienst im AKH terminlich überein passt.

Mit herzlichem Gruß

Siegbert Neubauer

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