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Pfarre Breitenfeld — Themenformum — Pfarrblattartikel 1/2006

Pfarrblattartikel März-Mai 2006

Ein "Sakrileg" als Besteller - Fragen, Gedanken, Antworten.

Reinhold Viehberger

(Sakrileg - von "sacrum legere", etwas Heiliges stehlen; Frevel)

Es sind ein paar spezielle Fragen, die unser Redaktionsteam im Zusammenhang mit dem Bestseller von Dan Brown - "Sakrileg - der Da Vinci Code" besonders beschäftigt haben. Hat das Buch Einfluss auf das religiöse Empfinden des Lesers? Wird unsere Religion verunglimpft? Warum lese ich so ein Buch? Wie steht es um den Wahrheitsgehalt "religiöser Trivialliteratur"? Ist an all dem vielleicht doch etwas Wahres dran?

Hier folgen meine Überlegungen, Zusammenfassungen und Interpretationen, welche sich beim Versuch diese Fragen mehr oder weniger auf den Punkt zu bringen herauskristallisiert haben.

Es gilt zwei Bereiche zu trennen und klar von einander zu unterscheiden. Auf der einen Seite ist der Bereich der Fiktion, also der erfundenen und durchaus spannenden Handlung, für die legitimer Weise das Recht des Autors auf dichterische Freiheit besteht. Auf der anderen Seite ist das der Bereich, in dem der Autor im Vorwort und in Stellungnahmen zu seinem Werk erklärende Recherchen als bewiesene Wahrheiten darstellt. Die Handlung eines Buches - im Gegensatz zu ihrer literarischen Umsetzung - kann man nur subjektiv bewerten. Die Diskussion über wissenschaftliche Beweise, wie etwa Dokumente, die als historisch-wissenschaftliche Grundlagen vom Autor im Vorwort angeführt werden, ist aber durchaus berechtigt.

Die Handlung des Romans wird von uns fast einhellig als durchschnittlich bis gut gestalteter Kriminalroman empfunden. Als Bestseller ist "Sakrileg" für interessierte Leser nicht zu übersehen. Als gläubiger Mensch entsteht der Eindruck, dass die kontroverse Haltung der katholischen Amtskirche, eher dem Verkauf des Buches fördernd war. Bei möglichen Zweifeln, die beim Lesen entstehen können wenn sich Fiktion und vorgeblich erwiesene Erkenntnisse vermischen, war sie nicht hilfreich.

Zum Thema:

Sakrileg (The Da Vinci Code) von Dan Brown

Zur Handlung:

Während seines Aufenthaltes in Paris wird Robert Langdon, Symbol-Spezialist der Harvard University geweckt, da der Kurator des Louvres in seinem Museum ermordet wurde und rund um seine Leiche verwirrende Symbole angeordnet sind. Mit Sophie Neveu, einer französischen Kryptologin, versucht er den sich entwickelnden Rätseln auf die Spur zu kommen. Versteckte und doch offen angebrachte Hinweise in den Werken von Leonardo Da Vinci führen zur Priory of Sion, einer geheimen Gemeinschaft, der unter anderem Da Vinci, Sir Isaac Newton und Victor Hugo angehört haben.

Im Laufe von teils bizarren Handlungswendungen werden die Grals-Geschichte, eine vorgebliche Beziehung von Jesus Christus mit Maria Magdalena, eine Theorie über den Ursprung einer Frauenfeindlichkeit unter Konstantin, eine Verschwörung rund um Vatikan und Opus Dei mit Gewaltverbrechen zu einem fiktiven Kriminalroman mit kühnen historischen Schlussfolgerungen vermengt. In einem spannenden Finale überleben die Guten und lösen sich doch nicht alle Rätsel.

Zu den Anmerkungen des Autors:

Nach dem Vorwort, führt der Autor als Tatsachen (im Original: Fact) noch folgendes an:

Die Priory of Sion - eine 1099 gegründete europäische Geheimgesellschaft ist eine tatsächlich existierende Organisation. In 1975 in der Pariser Nationalbibliothek entdeckten Schriften (Les Dossiers Secrets) werden zahlreiche Mitglieder, darunter Sir Isaac Newton, Botticelli, Victor Hugo und Leonardo Da Vinci identifiziert.

Die als Opus Dei bekannte Personalprälatur des Papstes ist eine zutiefst dem katholischen Glauben verpflichtete Sekte, welche gerade Gegenstand von Auseinandersetzungen ist - wegen berichteter Gehirnwäsche, Einschüchterung sowie einer gefährlichen Praktik, der "corporal mortification" (die ich nur unzulänglich mit Selbstkasteiung in extremen Formen übersetzen würde). Das Opus Dei hat gerade erst (Stand 2003) die Errichtung eines 47 Millionen Dollar teuren Nationalen Hauptquartiers in 243 Lexington Avenue in New York City fertig gestellt.

Alle Beschreibungen von Kunstwerken, Architektur, Dokumenten und geheimen Ritualen in diesem Roman sind korrekt. (wörtlich: accurate - genau).

Ein Autor schreibt einen "Skandal-Roman", ein Regisseur macht eine "Skandal-Inszenierung" und die Kirche, welche beides verdammt, macht die Reklame.

Hat das Buch Einfluss auf das religiöse Empfinden des Lesers? Möglicher Weise.

Wer zweifelt und sucht, kann durch manche problematische "Wahrheiten" und Spekulationen sicher beeinflusst werden, auch wenn man Dan Brown kaum die Absicht unterstellen kann, er wolle mit seinem Buch das religiöse Empfinden der Leser manipulieren. Das Ziel des Romans scheint eher darin zu liegen, mit einem interessanten, "trendigem" Hintergrund, einen guten Kriminalroman sehr gut zu verkaufen.

Wird unsere Religion verunglimpft? Die Religion nicht, möglicher Weise aber die katholische Kirche als Organisationsform unseres christlichen Glaubens. Der mit zweifelhaften, nicht wirklich schlüssig beweisenden Glaubens-Grundlagen unterlegte Bereich "Jesus - Maria Magdalena" ist eigentlich an der Grenze dessen, was man überhaupt ernst nehmen kann. Im positiven Sinn ist das wirklich reine Fiktion. Die Darstellung von gewaltbereiten und physische, verbrecherische Gewalt anwendenden Organisationen innerhalb der katholischen Kirche kann durchaus als Verunglimpfung empfunden werden - egal wie man zu Gruppierungen wie dem Opus Dei steht.

Warum lese ich so ein Buch - warum lesen es viele Millionen? Weil es ein spannender Kriminalroman ist. Weil es interessiert, was die Amtskirche daran stört. Weil ich kennen will, worüber "man" spricht, ehe ich es kritisiere und meine Meinung zum Beispiel hier einfließen lasse. Weil ein Skandal um die Kirche immer interessant ist. Mangelnde Transparenz, Missbrauch, Frauenfeindlichkeit, Fehlentscheidungen und Verbrechen im Namen Gottes polarisieren. Aber neben all dem ist es auch das "hinter die Kulissen schauen", das Enträtseln -vermeintlicher? - Geheimnisse, das Mystische, das die Menschen in den Bann zieht.

Wie steht es um den Wahrheitsgehalt "religiöser Trivialliteratur"? Die Frage müsste man - fast schon philosophisch betrachtet - noch weiter fassen: Wie steht es um den Wahrheitsgehalt von Literatur? Selbst die Wahrheiten, welche in wissenschaftlicher Fachliteratur erläutert werden, können zur Diskussion gestellt werden. Hypothesen und Theorien vermengen sich oft und was ist dann "wahr"? Im Bereich der Belletristik oder gar der Trivial-Literatur sollte eigentlich gar keine Diskussion um Wahrheiten entflammen. Da wäre eigentlich die Einschränkung maßgeblich, dass es schließlich um eine "erdichtete" Handlung geht. Allerdings - Handlungsbereiche, welche historische Persönlichkeiten einschließen, sollten nur auf allgemein anerkannte Fakten zurückgreifen. Wenn Spekulationen in die Handlung eingefügt werden, sollten diese auch als solche erkenntlich gemacht werden. Der Wahrheitsgehalt der anerkannten Fakten über historische Persönlichkeiten ist aber oft auch durchaus in Frage zu stellen! Das führt aber hier wohl sicher zu weit

Ist an all dem vielleicht doch etwas Wahres dran?

Nicht nur die Fiktion und die vorgeblichen wahren Erkenntnisse werden zur Grauzone. Auch engagierte Leser neigen oft dazu, sich bedeckt zu halten, um nicht als Ignoranten dazustehen. Da schwingt sehr stark die Anschauung "es wird schon etwas Wahres dran sein" mit. Sich eine eigene Meinung zu bilden erfordert Zeit und Interesse, die selten aufgewandt werden. So bleibt man auch hier lieber in der Grauzone, bezieht selbst nicht Stellung und wartet ab, wer erfolgreich aus der Kontroverse heraus kommt. Es wird aber wohl kaum einen eindeutigen Sieger geben und auch das Thema wird wieder aus dem öffentlichen Interesse verschwinden - und dann bleibt der Eindruck, dass etwas Wahres dran war.

Das wenige an Tatsachen, worauf der Autor verweist, rechtfertigt meiner Meinung nach nicht ganz den großen Aufruhr. Wie der unbekannte Verfasser eines schottischen Pfarrblattartikels aber anmerkt, ist es auffällig, dass nahezu alle Menschen - ob religiös oder nicht - noch immer ein ungestilltes Verlangen nach dem Mysterium haben. Der Erfolg des Romans zeigt diesen interessanten Aspekt.

Reinhold Viehberger

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Willkommen im Pfadfinderjahr 2006/07

Pfadfinder

Die Feiertage sind vorüber und die Heimabende haben wieder begonnen! Obwohl uns der strenge Winter in die geheizten Räume des Pfadinderheimes verbannt, laufen die Vorbereitungen für die warmen Jahreszeiten auf Hochtouren, denn heuer steht ein Kolonnenlager auf dem Programm! Das Besondere an diesem Lager ist, dass sich mehrere Pfadfindergruppen von Wien zusammengeschlossen haben um gemeinsam zwei Wochen im Juli in Kärnten zu verbringen. Der Pfadfinderlagerplatz "Techuana" liegt in der Nähe von Villach auf einem Bergrücken und bietet für uns genug Platz um 300 Lagerteilnehmer zu beherbergen. Für die Wichtel und Wölflinge stehen Häuser zur Verfügung und auf den angrenzenden Wiesen wird eine richtige Zeltstadt entstehen!

Wenn ihr mehr über uns und dieses Kolonnenlager wissen wollt, besucht uns einfach, wir stehen euch gerne für weitere Informationen zur Verfügung!

Pfadfindergruppe 20 Breitenfeld
1080 Wien, Blindengasse 42
Telefon: 0664/816 31 68
Homepage: http://scout20.at/wien20/home.htm

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Jugend in Breitenfeld - Vorsätze

Gedanken

Wer kennt das nicht. Man steht zu Silvester gemütlich beisammen und beginnt über seine Neujahrsvorsätze zu plaudern. Ein guter Vorsatz nach dem anderen, und doch hört man nach spätestens 3 Wochen bereits das erste Mal: "Und? Hast du auch schon deinen Neujahrsvorsatz gebrochen?" Genau deswegen hab ich aufgehört mir welche zu fassen. Doch jetzt steht die Fastenzeit vor der Tür und da hab ich begonnen nachzudenken, wie ich dieses Jahr fasten will.

Gedanken

Als kleines Kind habe ich immer auf Süßigkeiten verzichtet. Also nicht, dass ich keine bekommen hätte, aber ich hab alle in einer Schuhschachtel gesammelt, die ich erst zu Ostern geplündert hab. Der Haken an der Sache war, dass mir danach ein paar Tage schlecht war. Jetzt bin ich aber doch schon etwas älter und dieses Jahr möchte ich mir genau überlegen, was ich mir vornehme. Die Fastenzeit ist die Zeit der Ruhe, der Besinnung und der Umkehr. Für mich bedeutet die Fastenzeit vor allem auch, dass man sich Zeit für seine Mitmenschen und für sich nehmen soll. Viel zu oft hastet man durchs Leben und beachtet seine Umgebung nicht. Dabei kann gerade ein Lächeln Menschen wieder aufbauen und Mut machen. Vielleicht sollte man sich auch darauf gerade in der Fastenzeit besinnen. Für mich ist es mit den Fastenvorsätzen ähnlich wie mit den Neujahrvorsätzen: Es kann schon passieren, dass man es einmal nicht schafft sie einzuhalten, aber deswegen sollte man nicht gleich die Flinte ins Korn werfen sondern einfach wieder neu beginnen, denn Fasten ist eine Sache der Einstellung und genau deswegen sollte man nie aufgeben, sondern einen Neubeginn wagen.

Ulli Kolbe

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Viribus unitis - zur Personalsituation in Breitenfeld

Dieter Böhm

Mit Ende November 2005 hat Frau Mag. Katharina Kampl ihre Tätigkeit als Pastoralassistentin in beiderseitigem Einvernehmen wieder beendet. In absehbarer Zeit wird es zu keiner Nachbesetzung kommen, was die Personalsituation in der Pfarre zu einer Herausforderung werden lässt. Am 1. Dezember 2005 wurde im Rahmen des PGR-Vorstandes vereinbart, wie die Tätigkeitsbereiche der Pastoralassistentin auf haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter neu aufgeteilt werden sollen:

Unsere Pfarrsekretärin, Fr. Nora Kobermann, schon bislang mit vielen, über die bloße Sekretarialtätigkeit weit hinausgehenden Agenden in der Pfarre betraut, hat sich dankenswerter Weise bereit erklärt, ihr Stundenkontingent von 20 auf 30 Wochenstunden zu erhöhen, um einen Teil der zusätzlich anfallenden Aufgaben zu übernehmen. Im Kanzleidienst wird sie außerdem regelmäßig von Elisabeth Schubert-Fechter, von Mag. Maria Prochazka und Kaplan Marcelo Sahulga unterstützt werden. Ehrenamtliche werden die hauptamtlichen Mitarbeiter noch mehr als bisher bei der Kinder- und Erwachsenenliturgie, der Erstkommunion- und Firmvorbereitung, der Vorbereitung von Pfarraktivitäten und –festen und in der Öffentlichkeitsarbeit unterstützen.

Mit diesen vereinten Kräften und Gottes Hilfe sollte es uns so gelingen, das bestehende Angebot der Pfarre Breitenfeld weiterhin lebendig und aktiv gestalten zu können. Über Ihre Mithilfe freuen wir uns besonders!

Mag. Dieter Böhm, StvVors d. PGR

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