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Pfarrblattartikel September-November 2006
Die Frage, kann man Gott lieben ohne Hoffnung auf Lohn, ist auf Grund
der Aussagen in der Bibel leicht mit ja zu beantworten. Johannes schreibt in
seinem 1.Brief 4,20: "Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott!, aber seinen Bruder
haßt, ist er ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht,
kann Gott nicht lieben, den er nicht sieht". Anders ausgedrückt in der
Liebe zum Mitmenschen begegnen wir Gott. Wenn ich einen anderen
aufrichtig liebe, erwarte ich keine Gegenleistung. Warum soll dies in der
Liebe zu Gott nicht möglich sein? Natürlich können wir nicht alle lieben, so
manche muss man ertragen. Aber wenn ich helfend einspringe, Not
lindere, kranke und alte Menschen besuche usw. dann sind dies Zeichen
der Liebe. In Mt. 25,40 steht: "Amen, ich sage euch. Was ihr für einen meiner
geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan". Aber Bruder und Schwester müssen die Hilfe auch
annehmen. Wie wir auch die Gnade Gottes freiwillig annehmen müssen, damit sie wirksam werden kann.
Im AT. ist das klassische Beispiel das Buch Ijob. Satan- hier keine Person sondern ein Symbol für das Böse
fordert Gott zu einer Wette heraus: Er wettet, wenn Ijob alles genommen und mit Krankheit gequält wird,
würde er Gott verfluchen. Aber Satan verliert die Wette. Ijob glaubt weiter an Gott, obwohl er alles verloren
hat. Obwohl Ijob schwer leidet, liebt er Gott weiter. Aber er ist trotzdem kein Dulder, er hadert mit seinem
Schicksal und verflucht u.a. auch seine Geburt.
Wenn wir im Christentum die Leidenden auf die Erlösung im Jenseits vertrösten, dann würden wir unseren
Glauben stark verkennen. Wie oft hört man, du musst dein Leiden aufopfern. Dies widerspricht vielen
Aussagen Jesu. Der Himmel soll schon hier sichtbar werden.
Gott zu lieben ohne Hoffnung auf Lohn, ist möglich. Es ist sicher sehr schwierig, aber den Weg der
Nächstenliebe kann man gehen. Würde ich eine Gegenleistung erwarten, wäre ich ein berechnender Egoist.
Ich darf aber hoffen auf Vergebung aller Sünden am Ende meines Lebens und auf einen zeitlosen Himmel bei
Gott.
Wolfgang Zischinsky
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Mit diesem Motto der Besuchsaktion anno 1998
möchte ich mich bei Euch, liebe Leserinnen und
Leser des Pfarrblattes, vorstellen und gleichzeitig
unter Beweis stellen, dass ich schon ein ganz klein
wenig gelernt habe über Eure Heimatpfarre und
meinen neuen Tätigkeitsbereich. Mein Name ist
Gerhard Höberth, geboren und getauft wurde ich
1960 in Wien; aufgewachsen bin ich zwar nicht in
Breitenfeld, aber zumindest in der unmittelbaren
Nachbarschaft, in Hernals. Dort habe ich - Seite
an Seite mit Reinhold Viehberger, den ich nun im
Pfarrgemeinderat wiedergetroffen habe - die
gymnasiale Schulbank gedrückt. Ich habe
Theologie studiert und bin 14 Jahre Pfarrer
gewesen - allerdings in der Evangelischen Kirche!
Nach einer sich über viele Jahre hinziehenden
Entwicklung, die mir klar gemacht hat, dass ich
theologisch, spirituell und auch gefühls- oder mentalitätsmäßig eher ein katholischer als ein
protestantischer Zeitgenosse bin, habe ich im Jänner 2005 den Schritt in die römisch-katholische
Kirche getan.

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Kardinal Schönborn hat meine Frau und mich in die volle kirchliche Gemeinschaft
aufgenommen, gefirmt und mich als Pastoralassistenten beauftragt. Apropos Frau und Familie:
meine Frau Colleen (aus den USA stammend) und ich sind im kommenden Jänner 25 Jahre
verheiratet, wir haben 4 Kinder im "Altersspektrum" von 12 bis 19 Jahren. Wohnsitzmäßig daheim
sind wir im Pfarrhaus von St. Severin im 18. Bezirk. Das Foto (ca. 5 Jahre alt) zeigt uns noch als
evangelische Pfarrfamilie von Gosau am Dachstein. Nach einem schönen aber auch anstrengenden
Einsatz als Hospizseelsorger darf ich ab September versuchen, mit Euch in Breitenfeld das
Evangelium zu teilen und zu leben.
Weist du wo der Himmel ist, außen oder innen, eine
Handbreit rechts und links, du bist mitten drinnen.
Weist du wo der Himmel ist, nicht so tief verborgen,
einen Sprung aus dir heraus, aus dem Haus der Sorgen.
Weist du wo der Himmel ist, nicht so hoch da oben, sag
doch ja zu dir und mir, du bist aufgehoben.
Ich freue mich sehr auf viele spannende und herzliche Begegnungen mit Euch Breitenfelderinnen
und Breitenfeldern in Gottesdiensten, in Kreisen und Zusammenkünften, bei Festen und Ausflügen,
in der Kanzlei, bei Flohmärkten, "special events" oder ganz einfach nur so zwischendurch - in der
ganzen bunten Palette des Pfarrlebens. Mich in vielen Bereichen einbringen, unverkrampft
geschwisterlich mit Euch allen zusammenwachsen und so lebendige Gemeinde Jesu Christi sein bzw.
immer mehr werden - das möchte ich sehr gerne!
Gott segne unsere gemeinsame Zeit - Euer "neuer" Pastoralassistent
Gerhard Höberth
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Sind wir Christen nicht in einer beneidenswerten Lage ? Mit Jesus Christus kennen wir unseren
Gott als Person. Ihn dürfen wir ansprechen. Weil ich mich dadurch geborgen fühle, habe ich den
Wunsch, Gott anzubeten und das nicht immer nur dann, wenn ich in schwierigen Lagen keinen
Ausweg weiß.
Die arabische Mystikerin Rabia (um 800 nach Chr) beschrieb diese Situation mit folgenden
Worten: "O Gott, wenn ich Dich aus Furcht vor der Hölle anbete, so verbrenne mich in der Hölle.
Und wenn ich Dich in Hoffnung auf das Paradies anbete, gib es mir nicht. Doch wenn ich Dich
um Deiner selbst willen anbete, so enthalte mir Deine ewige Schönheit nicht vor !"
Einerseits hoffen wir wohl alle auf das versprochene ewige Leben, auf das himmlische Gastmahl
im Jenseits. Beginnt aber andererseits wirkliche Liebe (zu Gott) nicht erst dort, wo keine
Gegengabe erwartet wird ? Was also sollen wir tun ?
Ich will die mir gestellten Aufgaben so gut wie möglich erfüllen. Dabei weiß ich: das unauffällige
durchschnittliche Leben zu leben ist oft nicht weniger schwierig als die spektakuläre
Bewältigung von Problemen. Die Bewährung im Alltag kann eine größere Herausforderung
bedeuten als das Meistern asketischer Übungen .
Mein Ziel ist so zu leben, wie es Isabel Allende dichterisch ausdrückt: "Deine Liebe bewegt mich,
bewegt mich so sehr, dass, gäb's keinen Himmel, ich Dich doch liebte und gäb's keine Hölle, ich
Dich fürchtete. Du musst mir nichts schenken, weil ich Dich liebe, denn selbst wenn ich nicht
hoffte, was ich erhoffe, ich würde Dich lieben, so wie ich Dich liebe"
Brigitte Weiser
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(Buben im Alter von 16-18 Jahren)
Rover "chillen" gerne, was in ihrer Übersetzung so viel heißt wie "abhängen" bzw. nichts zu tun
(vor allem keine Wanderungen genauer gesagt:"nicht einen Meter zu Fuß"). In diesem Sinne
wurde am Pfingstlager zuerst nach einer sogenannten "Chilllounge" (gemütlicher Ort zum
"Abhängen") gesucht. Die zu diesem Zweck eingerichtete Hütte mussten wir jedoch sehr bald
wieder verlassen, weil sich dort ein Nest mit Jungvögeln befand (Natur geht immer vor). Durch
die Errichtung eines Hauszeltes (ausgestattet mit Teppichen) und Zugabe entsprechender
Campingutensilien (Tisch und Sesseln) konnten wir doch eine ähnliche Gemütlichkeit herstellen.
Ein zum Motto passender "Ar...bomben -Wettbewerb" (kein schönes Wort - heißt aber nun mal
so!) bzw. ein "Turmspringen" musste aufgrund der Wassertemperaturen abgesagt werden. Am
Abend wurde in aller Gemütlichkeit gegrillt und anschließend die von uns selbst errichtete
Sauna besucht. Alles in allem haben wir ein gemütliches und doch auch abwechslungsreiches
Pfingstlager miteinander verbracht - und wir haben nicht nur "gechillt".
Die Rover der Pfadfindergruppe 20
Breitenfeld
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Heuer findet das
3. Orgelfest seit dem
Bestehen der großen
Breitenfelder Orgel
statt.
Die Breitenfelder Orgel wurde aus den
Bestandteilen der alten Innsbrucker
Domorgel (Rieger op. 2000) vom Orgelbauer Peter
Maria Kraus (Lungau) für die räumlichen und
klanglichen Gegebenheiten der Pfarrkirche
Breitenfeld neu konzipiert und gebaut. Sie ist eine
der größten spielbaren Kirchenorgeln Wiens und
hat derzeit 56 klingende Register auf 3 Manualen
und einem Pedal.
Die Eröffnung am 6. Oktober bestreiten zwei
namhafte Künstler aus dem Waldviertel. "Orgel
Pur", das mittlere Konzert des Orgelfestes wird ein
interessanter Abend mit dem bekannten Wiener
Konzertorganist Wolfgang Capek. (er spielt u.a.
eine Transkription eines Satzes einer Mozart-Symphonie!
Lassen sie sich überraschen!) Orgel-Orchesterkonzerte sind in Wien selten zu hören,
zumal die räumlichen Gegebenheiten auf den
Orgelemporen dafür kaum geeignet sind. Deshalb
steht auch heuer wieder als Abschluss des
Orgelfestes am 21. Oktober ein Orgel-Orchesterkonzert am Programm.
Das Programm vom 6. bis zum 21. Oktober finden Sie im
Kalender der Orgelkonzerte.
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