Überblick

Pfarre Breitenfeld — Themenformum — Pfarrblattartikel 3/2007

Pfarrblattartikel September 2007 - November 2007

Die Bilder zur Erstkommunion und zur Firmung können vom Fotografen über die Webseite http://www.feuersaenger.at bezogen werden. Fotos vom Pfarrfest gibt es auf unserer Homepage in der Bildergalerie.
 

Unser neuer Pastoralassistent Jochen Simon stellt sich vor

Jochen Simon

Mit großer Freude habe ich im Frühling zugestimmt, als mir Breitenfeld als Dienstpfarre für meine neue berufliche Tätigkeit vorgeschlagen wurde. Die Freude war deswegen groß, weil ich die Pfarre Breitenfeld, in der ich für die meisten fremd bin, selber gar nicht als so fremd empfinde. Gleich als ich nach Wien gezogen bin, um zu studieren, wurden mir auch die Breitenfelder Kirche und das Pfarrhaus geläufig. In den 90er-Jahren gab es eine Wohngemeinschaft im Pfarrhof, die – wenn ich mich richtig erinnere – ausschließlich von Theologiestudierenden bewohnt wurde. Dort war ich in meinen ersten Studiensemestern immer wieder zu Gast. Bei einer dieser Gelegenheiten entstand ein Foto vom verschneiten Uhlplatz bei Nacht mit der beleuchteten Kirche. Dieses Foto hat mich - in meiner Wohnung hängend – auch dann noch begleitet, als ich kaum mehr nach Breitenfeld auf Besuch gekommen bin.

Im Jahr 2000 ergab es sich, dass ich mit einigen Freundinnen und Freunden auf der Suche nach einem Ort für unser neugegründetes „Gürtelgebet“ war, und wir in Breitenfeld Aufnahme gefunden haben. Seither sind wir fast jeden Mittwochabend mit dem Gebet in der Pfarrkirche zu Gast und die Kirche ist mir in diesen Jahren zur Heimat geworden. Deshalb haben meine Frau und ich auch in Breitenfeld geheiratet.

Im Rahmen der Stadtmission 2003 war ich in die Vorbereitung und Durchführung der Breitenfelder Aktivitäten eingebunden. Von daher kenne ich noch so manches Gesicht und den einen oder anderen Namen von Menschen, die sich in der Pfarre engagieren.

Ab September wird sich meine Bindung zu Breitenfeld stark vertiefen, wenn ich als neuer Pastoralassistent in der Pfarre zu arbeiten beginne. Den vielen, die mich nicht kennen, sollen ein paar biographische Eckdaten als erste Vorstellung meiner Person dienen.

Vor 31 Jahren wurde ich im Krankenhaus Neunkirchen in Niederösterreich geboren. Aufgewachsen bin ich in Pitten, das ungefähr 60 Kilometer südlich von Wien am Rand der Buckligen Welt liegt. Nach der Volksschule besuchte ich ein Gymnasium in Wiener Neustadt. Von früher Kindheit an bis zu meiner Übersiedlung nach Wien nach der Matura war ich sehr eng mit dem Leben in meiner Heimatpfarre verbunden. Aus dieser Verbundenheit entsprang auch der Wunsch nach einem kirchlichen Beruf und der Entschluss zum Theologiestudium. Ich habe an der Universität Wien Fachtheologie und Religionspädagogik studiert. Ein Jahr verbrachte ich in Rom an der Universität Gregoriana, wo ich über das Studium hinaus viele Erfahrungen machen konnte, die mich bis heute bereichern. Nach Abschluss des Studiums habe ich in verschiedenen Schulen Religion unterrichtet, vor allem im Gymnasium am Schuhmeierplatz, dem ich auch in Zukunft mit einer stark verringerten Lehrverpflichtung verbunden bleiben werde.

Ich bin verheiratet und habe einen zweijährigen Sohn. Meine Frau ist von Beruf AHS-Lehrerin und Psychotherapeutin. Wir erwarten im Dezember unser zweites Kind.

Die Pfarre Breitenfeld habe ich bisher als eine lebendige Gemeinde wahrgenommen, in der viele verschiedene Menschen mit großem Engagement diese Lebendigkeit mitbauen. Wie gesagt, meine Freude ist groß, ab Herbst einer dieser Menschen zu sein.

Mag. Jochen Simon

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Alles Neu - ab Herbst

Nora Kobermann

Ab September dürfen wir nicht nur unseren neuen Pastoralassistenten begrüßen, wir sehen auch Änderungen in der Pfarrkanzlei entgegen.

Frau Nora Kobermann, unsere langjährige Pfarrsekretärin, wird künftig nur mehr zeitweise in der Kanzlei sein. Frau Mag. Maria Prochazka und Frau DDr. Karin Chwatal, die wir auf diesem Wege herzlich begrüßen, werden sich die Arbeit in der Kanzlei teilen.

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Pfarrgemeinderatsklausur

Wie bereits in der ersten Sitzung vereinbart, fand am 30.Juni 2007 die Klausur des neu gewählten PGR statt. An diesem arbeitsintensiven Tag war unser Hauptaugenmerk darauf gerichtet, welche Ausschüsse in den nächsten Jahren agieren sollen und welche Aufgaben diese Ausschüsse wahrnehmen sollen.

Für jeden Ausschuss wurde zudem ein Ausschussleiter aus dem PGR gewählt bzw. wurden – wie in der PGR-Ordnung vorgesehen – zusätzliche Fachreferenten aus der Gemeinde gebeten, einen Ausschuss zu leiten.

Folgende Ausschüsse wurden eingerichtet:

  • Ehrenamtlichenbetreuung
  • Liturgie
  • Caritas
  • Junge Erwachsene und junge Familien
  • Finanzen und Wirtschaft
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Kinder und Jugend
  • Feste

Für den Bereich „Verkündigung“ wurde kein eigener Ausschuss eingerichtet. Diese wird als zentrale Aufgabe des gesamten PGR-Plenums gesehen.

Selbstverständlich werden über die Arbeit in den Ausschüssen noch viele weitere Aufgaben im Zuge der Gemeindearbeit wahrgenommen, die einerseits durch die Priester und anderen hauptamtlichen Mitarbeiter aber auch durch die vielen Ehrenamtlichen bewältigt werden.

Über all unseren Überlegungen und Diskussionen zu den Bedürfnissen und den sich daraus ergebenden Aufgaben für unsere Gemeinde steht das „Gelebte Evangelium“. Es ist unser übergeordnetes Ziel und das, wohin all unsere Bestrebungen gehen sollen.

Im Zuge der Diskussion ist uns auch immer mehr zu Bewusstsein gekommen, dass unter „Gelebtem Evangelium“ sehr viele verschiedene und doch ähnliche Aspekte verstanden werden und wir vielfältige Möglichkeiten in unserem Alltag und unserem Pfarrleben sehen diese umzusetzen.

Die Ausschüsse des PGR werden im Herbst ihre Arbeit aufnehmen und freuen sich auf die rege Mitarbeit aller Gemeindemitglieder! Gerne berichten wir auch in den kommenden Pfarrblättern wieder über unsere Arbeit.

Karoline Kobermann

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Das gelebte Evangelium

Reinhold Viehberger

Es stellen sich Fragen, über deren Antworten wir, als Redaktionsteam und vielleicht wir Menschen allgemein, immer noch nachdenken.

  • Können wir eigentlich das Evangelium, die Frohe Botschaft über das Reich Gottes, schon in dieser Welt, in die wir so stark verwurzelt sind, leben?
  • Kennen wir eigentlich das ganze Evangelium und verstehen wir es – auch sprachlich - so gut, dass wir einen Versuch, es in diesem Leben umzusetzen, wagen können?
  • Heißt „das Evangelium leben“ alles 1:1 umsetzen oder ist es ein Streben nach dem ultimativen Ziel – dem Reich Gottes, wo SEIN Wille geschieht?
  • Sollen wir das ganze Evangelium leben oder reicht es, sich ein paar Schwerpunkte zum Ziel zu setzen?
  • Und wenn auch im Gegensatz zum Ganzen Schwerpunkte reichen, welche sollen wir wählen? Die wichtigen und gewichtigen, die oft am schwersten zu erfüllen sind oder die, die wir leichter schaffen können damit wenigsten ein kleiner Erfolg winkt?
  • Gibt es, konsequent gedacht, überhaupt „leichte“ Forderungen im Evangelium, die sich in Leben und Alltag umsetzen lassen?
  • Und wo bleibt, beim Ringen um die Erfüllungen dieser Forderungen, das frei und froh machende Wort – die frohe Botschaft Gottes?

Es würde mich freuen, wenn Sie liebe Leserinnen und Leser diese Fragen zum Nachdenken anregen – vielleicht können Sie auch Anfang eines Dialoges sein.

Reinhold Viehberger

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Muss es immer einen Sinn geben?

FCB im April 2007

Der FC Breitenfeld startet diesen Herbst in seine bereits achte Saison. Glorreiche Erfolge wie Cupsiege oder Meistertitel konnten bisher nicht eingefahren werden, und die Philosophie unseres Fußballvereins hat sich vielleicht gerade durch diese Erfahrungen im sportlichen Niemandsland durch die Jahre hindurch auf ihre eigene Art entwickelt.

Galt es für die Verantwortlichen von jeher, schmerzhafte Niederlagen und ausgelassene Möglichkeiten gegen inferiore Gegner schönzureden oder in Hinblick auf die nächste Spielrunde im Keller der Verdrängung versinken zu lassen, so hat sich das Selbstverständnis der Gelben zu einer Art Gleichgültigkeit gegenüber dem Ergebnis entwickelt. Wenn man Woche für Woche aus reiner Liebhaberei zum Sport gegen Wind und Wetter, Eis oder Hitze und gegen oft überlegene Gegner seine Gesundheit zu Markte trägt, drängt sich dem Außenstehenden die Frage auf: „Warum tut ihr euch das an?“

Der englische Bergsteiger George Mallory gab einmal auf die Frage, warum er denn unbedingt den Mount Everest besteigen wolle, die lapidare Antwort: „Weil er da ist“. So simpel können wir die Frage nach unserem inneren Antrieb für die Müh‘ und Plag‘ beim Fußballsport zwar nicht beantworten, aber es hat wohl weniger mit Realitätsverweigerung als mehr mit einer Art fröhlichem Fatalismus zu tun, wenn wir uns erhobenen Hauptes in die drohende Niederlage stürzen.

Auch die kommende Saison wird der FC Breitenfeld wohl kaum ein Wort um den Meistertitel mitreden, aber trotzdem brennen die Spieler schon darauf, endlich wieder als Team auf Torjagd zu gehen. Vielleicht liegt das so im Kern einer verschworenen Gemeinschaft. Gemeinsam im Miteinander. Und warum wir uns das antun? Wir wissen es nicht, wir tun es einfach. Wie sagte einst ein weiser Philosoph: „Eine Niederlage ist es erst, wenn man es auch zugibt.“ Und das macht es für den Gegner auch so schwer, uns zu schlagen.

Jakob Sonnleithner
www.fcb2000.at

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Gewalt und Brutalität im Alten Testament

Abraham

Bei oberflächlicher Betrachtung verschiedener Stellen im Alten Testament scheint Gewalt und Brutalität vorzuherrschen. Wenn man in die Tiefe geht und Fachkundigen zuhört, dann sieht es anders aus.

Das hebräische Volk hat ab der Urzeit nach Mose (ca. 12.oder 13 Jhd. v. Chr.- so genau weiß man es nicht) in einer besonders gewaltbereiten und kriegerischen Umwelt gelebt und man kann annehmen, dass dieses Volk selbst auch so war. Nichts wird in den Schriften beschönigt, alles wird offen gelegt und beschrieben, wie es wirklich war. Würde man die die 2000 Jahre lange Geschichte des Christentums ähnlich offen niederschreiben, dann wären so manche Passagen genau so grausam. Ganz anders ist es - auch heute noch - bei den Gewaltherrschaften und grausamen Diktaturen. Bei diesen werden Gräueltaten verschwiegen, vertuscht, um das eigene Image nicht zu schädigen. Man will mit reiner Weste dastehen.

Dem gegenüber gibt es aber zahlreiche, erbauliche Stellen im AT. Gewalt wird immer wieder abgelehnt und ein friedfertiges Leben verkündet und prophezeit. Dazu einige Beispiele: im Buch Deuteronomium (Gesetz, Tora) „sind alle Menschen Brüder und man soll sogar Feinden in Not helfen“. Bei Jesaiah:

„Was soll ich mit euren vielen Schlachtopfern?, spricht der Herr. Die Widder, die ihr als Opfer verbrennt, und das Fett eurer Rinder habe ich satt; das Blut der Stiere, der Lämmer und Böcke ist mir zuwider… Eure Hände sind voller Blut. Wascht euch, reinigt euch! Laßt ab von eurem üblen Treiben! Hört auf, vor meinen Augen Böses zu tun! Lernt, Gutes zu tun! Sorgt für das Recht! Helft den Unterdrückten! Verschafft den Waisen Recht, tretet ein für die Witwen!“ (Jes. 1,11-16)

Oder, ein weiteres Beispiel, das man erst erkennt, wenn man darauf hingewiesen wird sind die so genannten Fluchpsalmen. In diesen Psalmen wird Gott angerufen, die Rache zu übernehmen, damit nicht der sündige Mensch mit seinen vielen Fehlern das übernimmt. Der Mensch kann nicht objektiv gerecht sein.

Der Endpunkt dieser langen Geschichte des AT ist Jesus, der ausnahmslos ein friedfertiges Zusammenleben in Liebe zum Nächsten fordert. Der Höhepunkt ist die Bergpredigt.

Ich hoffe in der Kürze einiges geklärt zu haben. Allerdings gibt es eine Stelle im AT in der Gott die Vernichtung von Menschen fordert. Darüber mehr im nächsten Heft.

Wolfgang Zischinsky

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„And Action!“

T-AG Aufführung

…ruft die Regie und gibt damit das Signal zum absoluten Chaos. Eine Laientheatergruppe versucht sich an einem Spielfilm. Abgebrannte Kulissen, zickige Darsteller mit Allüren, Spionage, gestohlene Drehbücher und Differenzen darüber, ob das Machwerk die Romantik oder eher das Genre Horror bedienen soll, sorgen für Schwierigkeiten. Und wenn dann noch der Kameramann nur die angehimmelte Diva ins Visier nimmt und das furchtbare Waldmonster zum zahmen Blumenhippie mutiert, wird selbst dem größten Enthusiasten bald klar, dass so ein Filmdreh eine komplizierte Sache ist. Der Sieg beim kommenden Filmfestival scheint in weiter Ferne …

Die neue Produktion der Theatergruppe T-AG zeigt realistische Schwierigkeiten bei einem Projekt, von denen die ambitionierten Jugendlichen wohl einige aus eigener Erfahrung mit ihrem Theater kennen. Doch im Gegensatz zu den dargestellten Figuren in der Geschichte ist die Produktion der T-AG ein Erfolg geworden. Mit einer Menge spaßiger Ideen und liebevoll detailliert gezeichneten Charakteren gelang es der T-AG einmal mehr, ihr Publikum – jung und alt – zu begeistern.

Jakob Sonnleithner
www.t-ag.at.tt

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