Rückkehr zur Feier in Gemeinschaft: Regelungen zur Mitfeier der Gottesdienste in der Kirche

„In Abstimmung mit der Österreichischen Bundesregierung haben wir uns auf eine erste Öffnung verständigt, wie wir schrittweise zu vertrauten Formen des kirchlichen Lebens zurückkehren können. Diese Rückkehr wird nicht so schnell möglich sein, wie wir es alle im Herzen haben. Deshalb braucht es auch in der kommenden Zeit von allen Geduld, Verantwortungsgefühl und Rücksichtnahme verbunden mit dem Blick auf verschiedene Formen des Kirche-Seins.“ (aus dem Hirtenwort der österreichischen Bischöfe vom 1. Mai 2020)

UPDATE vom 24.07.2020:

Da es in den vergangenen Wochen auch in kirchlichen Kontexten zu CoVid19 Infektionen und Clusterbildungen gekommen ist, verstärkt die Erzdiözese Wien in den Gottesdiensten ab Freitag, den 24. Juli 202, in Absprache mit den staatlichen Stellen einige Maßnahmen zur Eindämmung des Virus.
Im Zuge der Pressekonferenz am 21.7.2020 hat die Kultusministerin Susanne Raab gemeinsam mit Vertretern der verschiedenen Religionsgemeinschaften die nächsten Schritte vereinbart.

Folgende Regelungen gelten daher für die Erzdiözese Wien ab Freitag, 24. Juli 2020:

  • Gottesdienstbesucher sind verpflichtet, beim Betreten und Verlassen der Kirche einen Mund-Nasenschutz zu tragen.
  • Der liturgische Dialog „Der Leib Christi – Amen“ vor der Kommunionspendung entfällt.

Die übrigen Punkte der derzeit gültigen Rahmenordnung der Österreichischen Bischofskonferenz zur Feier öffentlicher Gottesdienste vom 20. Juni 2020 bleiben weiterhin aufrecht. Besonders hervorzuheben sind folgende Regelungen:

  • Die Wahrung des Mindestabstands von einem Meter etwa durch Markierungen in den Bänken oder auf dem Boden oder durch Hinweise am Beginn des Gottesdienstes oder durch einen Hinweis vor dem Kommuniongang.
  • Die Sorge für die nötigen Hygienemaßnahmen durch Desinfektion der Bänke, Bereitstellung von Desinfektionsmittel am Kircheneingang.

Sollten sich unter den Mitfeiernden vermehrt RückkehrerInnen aus den definierten Risikogebieten befinden, empfiehlt die Erzdiözese Wien das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auch während des Gottesdienstes.

https://www.erzdioezese-wien.at/site/nachrichtenmagazin/schwerpunkt/kircheundcorona/article/85327.html?fbclid=IwAR3KMWljRgvM-Atwv4Ephc65oR9bnjNxibQNKF3R8peax30eR9TCLL32l6w

 

Gottesdienste ab dem 20. Juni
Umsetzung in der Pfarre Breitenfeld

Als Rahmen gilt die am 19.06.2020 veröffentlichte Rahmenordnung der Bischofskonferenz.

Anzahl der Mitfeiernden

  • Vorgeschrieben ist ein Abstand zu anderen Personen, mit denen nicht im gemeinsamen Haushalt gelebt wird, von mindestens 1 Meter.
  • Immer dann, wenn der Mindestabstand von 1 m nicht eingehalten werden kann, soll ein MNS getragen werden.
  • In den Sitzbänken werden die vorgesehenen Plätze markiert. Personen, die im gemeinsamen Haushalt leben, können nebeneinander sitzen. Dann können die in der Nähe liegenden markierten Plätze ggf. nicht besetzt werden.

Die Höchstanzahl von 70 Mitfeiernden fällt weg.

Einzuhaltende Hygienemaßnahmen

  • Während der Messe ist das Tragen der MNS-Maske nicht mehr vorgeschrieben.
  • Große Menschenansammlungen vor und nach den Gottesdiensten vor den Ein- und Ausgängen sind zu vermeiden.
  • Beim Kircheneingang sind nach Möglichkeit Desinfektionsmittelspender bereitzustellen.
  • Die Weihwasserbecken bleiben weiterhin entleert und gereinigt.
  • Flächen oder Gegenstände (z.B. Türgriffe), die wiederholt berührt werden, müssen häufig gereinigt und desinfiziert werden.
  • Ein Willkommensdienst aus der (Pfarr-)Gemeinde ist als Service am Kircheneingang vorzusehen. Dieser soll auf das Einhalten der Bestimmungen und eine angemessene Platzwahl hinweisen und achten, kann aber nicht für ein Zuwiderhandeln verantwortlich gemacht werden.
  • Bei den Eingängen gibt es die Möglichkeit zur Handdesinfektion. Die Schwingtüren sind offen und eingehakt, so dass niemand die Türgriffe berühren muss.
  • Ab dem 4. Juli verwenden wir wieder das Gotteslob. Bitte entnehmen Sie ein Buch aus den bereitgestellten Rollcontainern. Nach der Messe lassen Sie das Buch bitte an Ihrem Platz liegen. Die verwendeten Bücher werden nach der Messe desinfiziert und dann zurückgebracht.

Konkrete Bestimmungen für die Messfeier

  • Ab dem 7. Juli werden die Werktagsgottesdienste wieder in der Marienkapelle gefeiert. Bitte nehmen Sie die markierten Sitzplätze ein.
  •  Als Friedenszeichen sind das gegenseitige Anblicken und Zuneigen und die Zusage des Friedens möglich.
  • Die Hostien werden in der Sakristei vom Zelebranten nach Reinigen und Desinfizieren der Hände in die Hostienschale gelegt. Auf einer separaten Patene bereitet er eine eigene (große) Hostie, die er dann bei den Einsetzungsworten erheben, beim Agnus Dei brechen und schließlich konsumieren wird.
  • Während des Hochgebetes bleibt die Schale mit den Hostien für die Mitfeiernden zur Minimierung der Übertragungsgefahr durch den Sprechakt bedeckt.
  • Vor dem Agnus Dei erläutert der Zelebrant den besonderen Modus des Kommunionempfanges für die Gläubigen.
  • Nach dem „Herr, ich bin nicht würdig“ kann der Zelebrant laut die Worte sprechen: „Der Leib Christi“. Die Gläubigen antworten gemeinsam mit „Amen“. Dann kommuniziert der Zelebrant in der vorgesehenen Weise. Danach geht er zur Kredenz und legt ggf. den Mund-Nasen-Schutz an. Die Hände werden anschließend gründlich gewaschen (mit Warmwasser und Seife) oder desinfiziert. Dann nimmt der Zelebrant am Altar den Deckel von der Hostienschale.
  • Beim Kommuniongang ist für die Gläubigen der Mund-Nasen-Schutz nun nicht mehr verpflichtend. Dafür sind aus hygienischen Gründen folgende Regeln zu beachten:
    • Beim Gang zur Kommunion ist der Mindestabstand von 1 Meter immer einzuhalten.
    • Gemeindegesang ist während der Kommunion nicht möglich.
    • Die Worte „Der Leib Christi“ –„Amen“entfallen an dieser Stelle.
    • Der Empfang der Handkommunion wird weiterhin dringend empfohlen. Zwischen dem Kommunionspender und dem Kommunionempfänger ist der größtmögliche Abstand einzuhalten. Es ist darauf zu achten, dass es zu keiner Berührung kommt.
    • Mit der heiligen Kommunion in den Händen treten die Gläubigen zur Seite, um in genügendem Abstand und in Ruhe und Würde die Kommunion zu empfangen.

Es gilt eine „Einbahnregelung“: Hinzutreten zum Kommunionempfang im Mittelgang (in einer Einzel-Reihe), Empfang der Kommunion, zur Seite treten und Konsumation, dann seitlich weggehen und durch die Seitengänge zurück zum eigenen Sitzplatz.

Weitere Hinweise:

  • Die Körbchen für die Kollekte werden nicht durch die Reihen gereicht, sondern z.B. am Ausgang aufgestellt.
  • Ein grundsätzlicher gesundheitlicher Hinweis: Soweit bisher bekannt, verbreitet sich das Virus vor allem über die Atemluft. Faktoren, welche die Verbreitung verstärken, sind: längerer gemeinsamer Aufenthalt in geschlossenen Räumen; gemeinsames Sprechen; gemeinsames Singen. Daher ist es leider notwendig, die in den Gottesdiensten vorgesehenen Gelegenheiten, gemeinsam zu beten und zu singen auf ein Minimum zu reduzieren. Die Kirchen sollen vor und nach den Gottesdiensten bestmöglich durchlüftet werden.
  • Für den Notfall: Sollte es unbeabsichtigt bei der Wahrnehmung eines liturgischen Dienstes doch zu einem direkten Handkontakt gekommen sein (z.B. wenn sich bei der Kommunionspendung die Hände berührt haben), so ist die liturgische Handlung zu unterbrechen. Die Betroffenen waschen bzw. desinfizieren ihre Hände. Dann kann die Feier fortgesetzt werden.

(Stand: 24.07.2020)