Fürbitten zum 7. Sonntag der Osterzeit

Jesus Christus, in der Stunde deines letzten Abschieds – dem Kern und Angelpunkt – deines Lebens offenbarst du den Jüngern deine innige Gemeinschaft mit dem Vater. In freiwilliger Hingabe heiligst du bittend deinen und deines Vaters Namen. Du beachtest unsere vom Schöpfer angelegten möglichen Anlagen und traust uns – wie deinen Jüngern – zu, diese zu entfalten während wir – deinem Auftrag gemäß – allen Menschen die Frohe Botschaft von deiner bedingungslosen, treuen Liebe künden! Wir warten also mit deinen Jüngern auf die Ankunft des Beistands, um im Heiligen Geist fähig zu werden, lösungsorientiert Verantwortung für das Wohlergehen anderer zu übernehmen.
Treuer Gott. A: Höre unser Rufen!

Erhalte in unseren Kindern und Jugendlichen die Erinnerung an schöne Erlebnisse in der Gemeinschaft mit anderen und an die wertvolle Basis, die ihnen verantwortungsvolle Eltern, Erzieher und Lehrer gelegt haben, an dich, den dreieinen Gott zu glauben!
Treuer Gott! A: Höre unser Rufen!

Sende zu jenen, die aus widrigen Umständen ihre Heimat, ihr Zuhause verlassen müssen, warmherzige, sensible Menschen, die ihnen zum Schutz Türen öffnen, damit sie neue Möglichkeiten ins Auge fassen können!
Treuer Gott! A: Höre unser Rufen!

Schenke uns den unerschütterlichen Wunsch, im Einklang mit Dir Projekte zu unterstützen, die für das Wachsen deines Reiches notwendig sind!
Treuer Gott! A: Höre unser Rufen!

Lass die getrennten Kirchen, Konfessionen, Religionen in ihrer Vielfalt zu friedlicher Verständigung finden, weil deinem geliebt liebenden Sohn unsere Vereinigung im Heiligen Geist am Herzen liegt!
Treuer Gott! A: Höre unser Rufen!

Stärke unsere Geduld, die in dieser schwierigen Zeit auf die Probe gestellt wird, wenn aus bekannten Vorsichtsmaßnahmen Feierstunden, wie die Seniorengeburtstagsmesse verschoben werden müssen (15. September). Gib, dass wir – Jung und Alt – uns von deiner Liebe getragen fühlen, die Vorfreude auf geselliges Feiern nicht verlieren und aus Rücksichtnahme auf einander gelassen aber kreativ mit notwendigen Veränderungen umgehen!
Treuer Gott! A: Höre unser Rufen!

Lass uns alle, die wir uns Gedanken über unseren letzten Abschied machen und über den Tod lieber Menschen traurig sind, erkennen, wie unendlich wertvoll wir und unsere Verstorbenen in deinen Augen sind ! In der zuversichtlichen Hoffnung auf das Wiedersehn mit unseren Lieben in deinem unvergänglichem Licht wollen wir dir schon Hier und Jetzt danken!
Treuer Gott! A: Höre unser Rufen!

Treuer Gott, in beharrlichem Gebet wollen wir immer wieder das Kommen deines Hl Geistes erwarten und uns dem Atem deiner Geisteskraft öffnen! Wir loben und preisen dich, den dreifaltigen Gott, durch unseren Herrn und Bruder Jesus Christus! Hier und Heute! Amen.

Rückkehr zur Feier in Gemeinschaft: Regelungen zur Mitfeier der Gottesdienste in der Kirche

„In Abstimmung mit der Österreichischen Bundesregierung haben wir uns auf eine erste Öffnung verständigt, wie wir schrittweise zu vertrauten Formen des kirchlichen Lebens zurückkehren können. Diese Rückkehr wird nicht so schnell möglich sein, wie wir es alle im Herzen haben. Deshalb braucht es auch in der kommenden Zeit von allen Geduld, Verantwortungsgefühl und Rücksichtnahme verbunden mit dem Blick auf verschiedene Formen des Kirche-Seins.“ (aus dem Hirtenwort der österreichischen Bischöfe vom 1. Mai 2020)

Ab dem kommenden Pfingstwochenende gelten neue Regelungen für die gemeinschaftliche Feier der Gottesdienste in unserer Pfarre:

Gottesdienste ab dem 29. Mai
Umsetzung in der Pfarre Breitenfeld

Als Rahmen gilt die am 28.05.2020 veröffentlichte Rahmenordnung der Bischofskonferenz.
Zitate daraus (RO BiKo) sind im Folgenden kursiv gedruckt:

Anzahl der Mitfeiernden

  • Der bisherige Berechnungsschlüssel mit 10m²/Person fällt weg. Es gelten daher ab sofort folgende Regelungen:
    Vorgeschrieben ist ein Abstand zu anderen Personen, mit denen nicht im gemeinsamen Haushalt gelebt wird, von mindestens 1 Meter.
  • Für das Betreten und Verlassen von Kirchenräumen sowie für das Bewegen innerhalb der Kirchenräume ist es Pflicht, Mund-Nasen-Schutz (Maske, Schal, Tuch) zu tragen (dies gilt nicht für Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr).

In den Sitzbänken werden die vorgesehenen Plätze markiert. Personen, die im gemeinsamen Haushalt leben, können nebeneinander sitzen. Dann können die in der Nähe liegenden markierten Plätze ggf. nicht besetzt werden.

Die Höchstanzahl von 70 Mitfeiernden fällt weg.

Liturgische Dienste

Hygienebestimmungen für Personen, die mit der Wahrnehmung liturgischer Dienste beauftragt sind:
Wer krank ist, sich krank fühlt oder bei wem der Verdacht auf eine Erkrankung besteht, muss auf die Teilnahme an Gottesdiensten verzichten und darf keine liturgischen Ämter und Dienste ausüben;
Alle, die einen liturgischen Dienst ausüben, waschen sich unmittelbar vor dem Beginn der Feier in der Sakristei gründlich (mit Warmwasser und Seife) die Hände oder sie desinfizieren diese;
Die Tücher zur Reinigung von Kelchen und Schalen, sowie die Tücher für die Händewaschung werden nach jedem Gottesdienst gewaschen.
Der Dienst von Ministranten und Ministrantinnen ist möglich. Der vorgesehene Abstand von mindestens 1 Meter ist aber einzuhalten.

Einzuhaltende Hygienemaßnahmen

  • Für das Betreten von Kirchenräumen ist es Pflicht, Mund-Nasen-Schutz (Maske, Schal, Tuch) zu tragen (dies gilt nicht für Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr).
    Während der Messe ist das Tragen der MNS-Maske nicht mehr vorgeschrieben.
  • Große Menschenansammlungen vor und nach den Gottesdiensten vor den Ein- und Ausgängen sind zu vermeiden.
  • Beim Kircheneingang sind nach Möglichkeit Desinfektionsmittelspender bereitzustellen.
  • Die Weihwasserbecken sind entleert und gereinigt.
  • Flächen oder Gegenstände (z.B. Türgriffe), die wiederholt berührt werden, müssen häufig gereinigt und desinfiziert werden.
  • Ein Willkommensdienst aus der (Pfarr-)Gemeinde ist als Service am Kircheneingang vorzusehen. Dieser soll auf das Einhalten der Bestimmungen und eine angemessene Platzwahl hinweisen und achten, kann aber nicht für ein Zuwiderhandeln verantwortlich gemacht werden.

Bei den Eingängen gibt es die Möglichkeit zur Handdesinfektion. Die Schwingtüren sind offen und eingehakt, so dass niemand die Türgriffe berühren muss.
Anstelle des Gotteslobs wird für jeden Sonntag ein Liedtext vorbereitet und an den markierten Sitzplätzen aufgelegt (die Rollcontainer mit den GL werden weggeräumt).

Konkrete Bestimmungen für die Messfeier

  • Auch an Werktagen wird die Messe in der großen Kirche (im Unterschied zur Werktagskapelle) gefeiert.
    Alle Gottesdienste (Eucharistiefeiern, Gebete, Andachten …) werden in der Kirche gefeiert. Die Marienkapelle wird als liturgischer Raum bis auf Weiteres nicht genutzt (Größe, Platzangebot, Mindestabstand). Die markierten Sitzplätze werden für alle Gottesdienste eingehalten.
  •  Als Friedenszeichen sind das gegenseitige Anblicken und Zuneigen und die Zusage des Friedens möglich.
  • Die Hostien werden in der Sakristei vom Zelebranten nach Reinigen und Desinfizieren der Hände in die Hostienschale gelegt. Auf einer separaten Patene bereitet er eine eigene (große) Hostie, die er dann bei den Einsetzungsworten erheben, beim Agnus Dei brechen und schließlich konsumieren wird.
  • Während des Hochgebetes bleibt die Schale mit den Hostien für die Mitfeiernden zur Minimierung der Übertragungsgefahr durch den Sprechakt bedeckt.
  • Vor dem Agnus Dei erläutert der Zelebrant den besonderen Modus des Kommunion-empfanges für die Gläubigen.
  • Nach dem „Herr, ich bin nicht würdig“ kann der Zelebrant laut die Worte sprechen: „Der Leib Christi“. Die Gläubigen antworten gemeinsam mit „Amen“. Dann kommuniziert der Zelebrant in der vorgesehenen Weise. Danach geht er zur Kredenz und legt den Mund-Nasen-Schutz an. Die Hände werden anschließend gründlich gewaschen (mit Warmwasser und Seife) oder desinfiziert. Dann nimmt der Zelebrant am Altar den Deckel von der Hostienschale.
  • Beim Kommuniongang ist für die Gläubigen der Mund-Nasen-Schutz nun nicht mehr verpflichtend. Dafür sind aus hygienischen Gründen folgende Regeln zu beachten:
    • Beim Gang zur Kommunion ist der Mindestabstand von 1 Meter immer einzuhalten.
    • Gemeindegesang ist während der Kommunion nicht möglich.
    • Die Worte „Der Leib Christi“ –„Amen“entfallenan dieser Stelle.
    • Es ist nur Handkommunion möglich. Zwischen dem Kommunionspender und dem Kommunionempfänger ist der größtmögliche Abstand einzuhalten. Es ist darauf zu achten, dass sich die Hände der Kommunionempfänger und Kommunionspender keinesfalls berühren.
    • Mit der heiligen Kommunion in den Händen treten die Gläubigen zur Seite, um in genügendem Abstand und in Ruhe und Würde die Kommunion zu empfangen.

Es gilt eine „Einbahnregelung“: Hinzutreten zum Kommunionempfang im Mittelgang (in einer Einzel-Reihe), Empfang der Kommunion, zur Seite treten und Konsumation, dann seitlich weggehen und durch die Seitengänge zurück zum eigenen Sitzplatz.

Anzahl der Gottesdienstfeiern

Die Erfahrungen der vergangenen Wochen zeigen, dass eine zusätzliche Sonntagsmesse nicht erforderlich ist.
Bis zum Sommer wird die 9:30-Messe weiterhin auf facebook übertragen.

Weitere Hinweise:

  • Die Körbchen für die Kollekte werden nicht durch die Reihen gereicht, sondern z.B. am Ausgang aufgestellt.
  • Ein grundsätzlicher gesundheitlicher Hinweis: Soweit bisher bekannt, verbreitet sich das Virus vor allem über die Atemluft. Faktoren, welche die Verbreitung verstärken, sind: längerer gemeinsamer Aufenthalt in geschlossenen Räumen; gemeinsames Sprechen; gemeinsames Singen. Daher ist es leider notwendig, die in den Gottesdiensten vorgesehenen Gelegenheiten, gemeinsam zu beten und zu singen auf ein Minimum zu reduzieren. Die Kirchen sollen vor und nach den Gottesdiensten bestmöglich durchlüftet werden.
  • Für den Notfall: Sollte es unbeabsichtigt bei der Wahrnehmung eines liturgischen Dienstes doch zu einem direkten Handkontakt gekommen sein (z.B. wenn sich bei der Kommunionspendung die Hände berührt haben), so ist die liturgische Handlung zu unterbrechen. Die Betroffenen waschen bzw. desinfizieren ihre Hände. Dann kann die Feier fortgesetzt werden.

Für Taufen, Hochzeiten und Begräbnisse gilt jetzt die Obergrenze von 100 Teilnehmern.

Die Gottesdienste werden grundsätzlich eher kürzer gehalten (kürzere Predigt, wenige Lieder etc.).

(Stand: 28.05.2020)

Fürbitten zum 6. Sonntag der Osterzeit

Nicht als Waisen lässt Jesus seine Freunde zurück, sondern er verspricht, ihnen den Geist der Wahrheit zu senden, Deshalb rufen auch wir heute zu ihm und bitten ihn!
Jesus Christus, Bruder und Erlöser! A: Höre unser Rufen!

Für die Kirche und uns in ihr, dass wir uns öffnen für das Wirken des Geistes!
Jesus Christus, Bruder und Erlöser! A: Höre unser Rufen!

Für die politisch Verantwortlichen: dass sie sich in ihrem Handeln von den Grundsätzen der Gerechtigkeit und des Friedens leiten lassen. Schenke ihnen Klarheit und ein gutes Maß für ihre Entscheidungen!
Jesus Christus, Bruder und Erlöser! A: Höre unser Rufen!

Wir beten für alle, die in der Corona Krise ihre Arbeit verloren haben und sich Sorgen machen um ihre existenzielle Situation. Schenke ihnen Kraft und Hoffnung! Jesus Christus, Bruder und Erlöser! A: Höre unser Rufen!

Für die Angehörigen verschiedener Religionen und Konfessionen: dass der Geist der Einsicht und des Friedens ihr Miteinander im Gebet für die Rettung aus der Pandemie stärkt und zur Verbundenheit aller Menschen und Völker führt!
Jesus Christus, Bruder und Erlöser! A: Höre unser Rufen!

Lass uns an alle denken, die im Schatten dieser Krise in Vergessenheit geraten, die Ärmsten, die Außenseiter, die Kranken, deren Behandlung aufgeschoben werden musste. Schenke ihnen Menschen, die sich ihnen zuwenden und zuversichtlich Hoffnung ausstrahlen!
Jesus Christus, Bruder und Erlöser! A: Höre unser Rufen!

Lass all jene, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, Hilfe und Heilung erfahren. Schenke ihnen, wenn ihr irdisches Leben durch das Virus verkürzt worden ist, Vollendung im ewigen Licht Deines Vaters.
Jesus Christus, Bruder und Erlöser! A: Höre unser Rufen!

Lass alle Toten Frieden und Heimat finden bei Gott, dem Vater aller!
Jesus Christus, Bruder und Erlöser! A: Höre unser Rufen!

Für alle uns nahestehenden Menschen, die wir Dir im stillen Gebet anvertrauen…….
Jesus Christus, Bruder und Erlöser! A: Höre unser Rufen!

Jesus Christus, Du verheißt uns den Beistand Deines Geistes. Darauf hoffen wir, dafür danken wir Dir und preisen Dich, heute und alle Tage und in Ewigkeit! Amen!

Fürbitten zum 5. Sonntag der Osterzeit

In seinen Abschiedsreden warnt Jesus seine Jünger vor Verwirrung. Er will ihnen und uns heute Orientierung und Wegweisung zum Haus des Vaters schenken, wo er für sie und uns heute einen Platz in den Wohnungen des Himmels vorbereitet! Durch ihn wenden wir uns mit unseren Bitten an unseren Vater im Himmel.
Auf die Anrufung : Gott, unser Vater im Himmel! antworten wir A: Wir bitten dich, erhöre uns!

Lass die Kirche und uns in ihr Deinen Sohn Jesus glaubwürdig als den verkünden, der unser Weg, die Wahrheit und das Leben ist!
Gott, unser Vater im Himmel! A: Wir bitten dich erhöre uns!

Ermutige die Gemeinden, die unter Strukturänderungen und Verlusten leiden! Lass sie zu neuen Formen der Gemeinschaft in Christus finden!
Gott, unser Vater im Himmel! A: Wir bitten Dich, erhöre uns!

Lass die Menschen, die weltweit keine Wohnung, kein Obdach und keine Arbeit finden, großzügige Hilfe erfahren, dass ihnen Türen geöffnet werden zu Orten, wo sie eine Bleibe finden und Möglichkeiten, ihr Leben zu erhalten.
Gott, unser Vater im Himmel! A: Wir bitten Dich, erhöre uns!

Stärke unsere Einsatzbereitschaft dafür, dass Kindern und Jugendlichen weltweit Zugang zu Bildung und Perspektiven für eine Zukunft in Chancengerechtigkeit zuteil werde!
Gott, unser Vater im Himmel! A: Wir bitten Dich, erhöre uns!

Für die Schwerkranken und Sterbenden: dass die Hoffnung auf ein Sein in Freude und Licht im Haus des Vaters sie durch ihre letzte Lebenszeit trage.
Gott, unser Vater im Himmel! A: Wir bitten Dich, erhöre uns!

Gütiger Gott, du nimmst uns an als Menschen, die wertvoll und gesegnet sind. Wir sind es – durch Dich! Dafür danken wir Dir und preisen Dich, heute und an allen Tagen unseres Lebens. Amen.

Die Bibel als Kraftquelle in Krisenzeiten

Das Team der Seniorenpastoral lädt ein bei der Gestaltung eines kleinen Heftes mitzuwirken.

Schreiben Sie einen Bibeltext, der ihnen Kraft gibt, auf.
Gern kann das Bibelzitat auch gemalt oder gezeichnet werden!

Bitte Bibelzitat, Bibelstelle, Vornamen und das Alter aufschreiben.

Beispiele:
+ Mit meinem Gott überspringe ich Mauern, Ps 18,30, Beatrix, 49 Jahre
+ Macht Euch keine Sorgen; denn die Freude am Herrn ist Eure Stärke, Nehemia 8,10, Ingrid , 82 Jahre

Format:
· Mit dem Computer als Word Dokument – maximal eine 1/3 A4 Seite
· Mit der Schreibmaschine – Breite 14 cm, Höhe des Textes maximal 10 cm
· Mit der Hand – im Postkartenformat – das ist ein A4 Blatt 2x gefaltet – und das bitte im Querformat

Adresse:
eMail seniorenpastoral@edw.or.at
Post    Seniorenpastoral
Stephansplatz 6/6/623
1010 Wien.

Einsendeschluss ist der 20.5.2020. Das Büchlein wird dann am 1.10.2020 anlässlich des internationalen Tags der älteren Generation präsentiert!

Wir freuen uns schon sehr auf eine bunte Sammlung an biblischen Kraftquellen!

Beatrix, Heike, Renate, Werner
Team der Seniorenpastoral der Erzdiözese Wien
http://www.seniorenpastoral.at

Die Kirchenfenster der Pfarre Breitenfeld (Teil 3): Die Sakramente – Christus in der Kelter

Das rechte der drei Chorfenster nimmt wieder die Zahl 7 auf und behandelt die sieben Sakramente der Kirche:

Das in der oberen Fenster-Rundung abgebildete Licht- bzw. Sonnensymbol hat hier die Dornenkrone Jesu im Zentrum, von der die Lichtstrahlen ausgehen. Darunter hat der Künstler ein altes, vielleicht etwas verstörendes, Symbolbild gewählt, das aber in der kirchlichen Bildsprache eine lange Tradition hat: Christus in der Kelter. Seit dem 12. Jahrhundert gibt es diese allegorische Darstellung, in der der gekreuzigte Christus – deutlich erkennbar sind die Wunden an den Händen und der Seite sowie die Dornenkrone – in einer Weinpresse (Kelter) steht und Weintrauben mit den Füßen zertritt. Zugleich ist er aber auch selbst in der Presse eingespannt und sein Blut fließt in den Wein. Drei Tauben schweben um die Kelter herum.

„Wir finden die Vorstellung von Christus als Keltertreter von Anfang an bei allen Vätern; schon Tertullian († um 220) sieht in 1. Mos. 49, 11 eine Leidensvorhersage Christi und sagt in Anspielung auf Jes. 63, 1–6: ‚Der prophetische Geist hat nämlich den Herrn geschaut, wie er zum Leiden kam, angetan mit dem Fleische eines Menschen und in ihm leidend. Er bezeichnete den im Fleische Leidenden als rotbefleckt am Gewande, als ausgetreten und ausgepresst, als käme er von der Kelterstätte‘ (Adv. Marc. 4. – Migne P. L. 2, 493).
Von den Vätern übernahmen die mittelalterlichen Theologen die Gedanken vom mystischen Keltertreter. Sie konnten sich darin Christus sowohl aktiv als Sieger vorstellen: die Kelter tretend, als auch passiv in der freiwilligen Leidensübernahme: ausgepresst wie eine Traube in der Kelter. ‚Er kelterte, da er sich freiwillig für uns hingab, er wurde gekeltert wie eine Traube, da er unter dem Druck des Kreuzes den Wein von der Hülle des Körpers ausscheiden ließ und seinen Geist aushauchte‘ (Rupert von Deutz, In Isaiam 2, 29).
Diese allegorischen Vorstellungen der m.a. Theologen blieben aber nicht nur Gelehrtenerörterungen, sondern fanden weiteste Verbreitung im christlichen Volk, das die Gedankenwelt in Betrachtung und Gebet, durch Predigten und liturgische Texte, lateinische Hymnen und deutsche Kirchenlieder in sich aufnahm“ (aus: RDK Labor, Website des Reallexikons zur deutschen Kunstgeschichte, Artikel „Christus in der Kelter“)

Wenn man genau hinschaut, ist hier nicht der leidende Christus dargestellt, sondern er gibt freiwillig sein Blut. Das Gesicht ist ruhig lächelnd dargestellt. Die Hände sind nicht mehr angenagelt, sondern wie im Gebet erhoben.

Am unteren Ende hat die Kelter sieben Auslässe, aus denen der Wein herausfließt in sieben strahlende Medaillons, welche Symbole der Sakramente der Kirche tragen. Zentral und am größten ist dabei die Eucharistie – das Sakrament des Leibes und Blutes Christi – dargestellt. Die gewählten Symbole Brotkorb und Fisch verweisen auf die Speisung der 5000 im Evangelium. Hier wird angedeutet, was auch das II. Vatikanische Konzil ausdrückt, wenn es die Eucharistie als „Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens“ (LG 11) bezeichnet.
Kleiner im Halbkreis darunter sind die anderen Sakramente mit Symbolen dargestellt:
Links die Taufe (deren Symbol ich nicht richtig erkennen kann – vielleicht hat jemand eine Idee, was genau hier dargestellt ist?), dann die Firmung (Taube und Feuerzunge als Symbol der Geistsendung), die Weihe (Stola als Zeichen des Weihepriestertums), die Ehe (zwei ineinandergelegte Hände), die Buße (ein Hahn – wohl eine Anspielung auf die Reue des Petrus nach der Verleugnung) sowie die Krankensalbung (dargestellt ist ein Ölgefäß, wie es zur Salbung verwendet wird).

Von allen Medaillons gehen Lichtstrahlen aus, die andeuten, dass in den Sakramenten Gott selbst wirkt und das Leben der Gläubigen mit seinem Licht erleuchtet.

Weitere Informationen zur Darstellung „Christus in der Kelter“ in der Kunstgeschichte: http://www.rdklabor.de/wiki/Christus_in_der_Kelter

(Gregor Jansen, April 2020)

Hier die Links zu den ersten beiden Teilen:
Teil 1: Schöpfung
Teil 2: Pfingsten – die Gaben des Hl. Geistes

Die Kirchenfenster der Pfarre Breitenfeld (Teil 2): „Sende deinen Geist aus und alles wird neu“

In unserer Reihe zu den Breitenfelder Kirchenfenster betrachten wir diesmal das mittlere Chorfenster, das direkt hinter dem Hochaltar liegt und daher meist kaum zu sehen ist. Auch das theologische Bildprogramm dieses Fensters dreht sich um die Zahl 7: Hier sind es die sieben Gaben des Hl Geistes, die der Künstler dargestellt hat.

An diesem Fenster sind leider einige Scheiben schon sehr verblasst, so dass der ursprüngliche Eindruck nicht mehr vollständig sichtbar ist.

Den oberen Bildbereich dominiert wieder ein Symbol Gottes, von dem alles Licht und die ganze Dynamik des Bildes ausgeht: Die drei ineinander liegenden Dreiecke zitieren das klassische Motiv der Dreifaltigkeit mit der Sonne bzw. dem „Auge Gottes“ im Zentrum. Die Dreiecke sind eingefasst in drei konzentrische Kreise, in denen wiederum drei mal drei Formen zu sehen sind, die mit etwas Fantasie als Hände gedeutet werden können. Die Darstellung deutet ein Rotieren der Kreise an, womit die Dynamik der göttlichen Dreifaltigkeit angedeutet werden könnte. Dieses Symbol der göttlichen Präsenz ist – wie im benachbarten Schöpfungsfenster – der Ursprung von Lichtstrahlen. Durch die exakte Ost-Ausrichtung der Kirche scheint die aufgehende Sonne am Morgen genau durch dieses Lichtsymbol.

Über die weiteren Felder des Fensters verteilt ergießen sich Flammen (Feuerzungen) und sieben Medaillons, welche die Gaben des Hl. Geistes symbolisieren. Die Flammen verweisen auf das Pfingstereignis (Apg 2).

Als sieben Gaben des Hl. Geistes werden traditionell Weisheit, Einsicht, Rat, Erkenntnis, Stärke, Frömmigkeit und Gottesfurcht bezeichnet, von denen sechs dem Buch Jesaja (Kap.11) entnommen sind. Hier werden sie als Eigenschaften des verheißenen Messias beschrieben. Dieser wird vom Geist Gottes, also vom Heiligen Geist, bestärkt. Jesaja nennt sechs Gaben, die paarweise erscheinen und drei unterschiedliche Aspekte beleuchten:

  • Weisheit und Einsicht: Diese Eigenschaften beziehen sich auf die menschlichen Charakterstärken des Königs;
  • Rat und Kraft: Diese Eigenschaften zeichnen die Amtsführung des Königs aus;
  • Erkenntnis und Furcht des Herrn („Gottesfurcht“): Diese Eigenschaften verweisen auf die religiöse Haltung, die Beziehung zu Gott

In späteren Bibelübersetzungen wurde auch eine 7. Gabe, die Frömmigkeit, hinzugefügt, woraus sich in der katholischen Theologie die Lehre von den 7 Gaben des Heiligen Geistes entwickelte.

In der sehr bewegten künstlerischen Darstellung des Fensters wird die Dynamik der „Ausgießung“ der Geistesgaben zum Ausdruck gebracht: Der Heilige Geist wirkt nicht nur im Messias, sondern in jedem Menschen, der an Gott glaubt und sein Leben so gestaltet, dass Gott darin einen zentralen Platz einnehmen kann. Da wir nicht unfehlbar und perfekt sind, können wir nicht aus eigener Kraft zu Gott gelangen, sondern wir können darauf vertrauen, dass er uns dabei stärkt. Daher glauben wir, dass der Heilige Geist eine Verbindung zwischen uns und Gott ist und uns dauerhaft mit Eigenschaften ausstattet, die unsere Persönlichkeit im positiven Sinne verändern. Diese Eigenschaften, die uns prägen und uns bekräftigen, nennen wir „Gaben des Geistes“.

Näheres zu den (sieben) Geistesgaben kann hier nachgelesen werden: https://www.erzdioezese-wien.at/7-gaben-des-heiligen-geistes

Das „Hl. Geist“- oder „Pfingstfenster“ passt thematisch gut in die 50tägige Osterzeit, in der wir besonders die Gaben des Hl. Geistes erbitten. Vielleicht ist die abstrakte Darstellung als Einladung zu verstehen, darüber nachzudenken, welche Gaben mir gegeben wurden bzw. welche mir und uns als Gemeinschaft fehlen. Im Gebet um den Hl. Geist bitten wir um Stärkung der vorhandenen Gaben und auch um die Ergänzung dessen, was uns noch fehlt. Hier kann auf den Apostel Paulus (1 Kor 12) verwiesen werden, der einerseits eine Vielzahl verschiedener Geistbegabungen aufzählt, zugleich aber immer die ganze Gemeinde als Trägerin der Geistesgaben (Charismen) deutet: Erst in der Gemeinschaft aller Glaubenden ist die Fülle der Gnadengaben vorhanden und wirksam.

Das Modell der charismatischen Funktionen bei Paulus basiert auf einer theologischen Deutung, die menschliche Begabungen und Gottes Geist verbindet. Es knüpft an den natürlichen Fähigkeiten und Begabungen der Christen an, erkennt darin aber zugleich das Gemeinde bildende, eine neue Lebenswirklichkeit schaffende Wirken des göttlichen Geistes. Charismen sind das, was der oder die Einzelne kann und in das Leben der Gemeinde einbringt.

Dabei sind die Begabungen nicht Selbstzweck. Daher führt Paulus ein Regulativ für das Verständnis der Charismen ein: den Gemeinschaftsbezug. Alle Charismen müssen sich am Kriterium des „Nutzens“ für die anderen, für die Gemeinschaft messen (1 Kor 12,7) und haben dem „Aufbau der Gemeinde“ zu dienen (14,5.12).

Ein letzter Aspekt zum Breitenfelder „Pfingstfenster“:
Das Licht der im Osten aufgehenden Sonne strahlt durch das Fenster und – bedingt durch die Architektur der Kirche – quasi durch den Hochaltar und den Hauptaltar („Volksaltar“) der Kirche in die zum Gottesdienst versammelte Gemeinde hinein. Die Gemeinde der Glaubenden ist letztlich Trägerin der Geistesgaben und bittet gleichzeitig immer um die Erneuerung: „Sende deinen Geist aus und alles wird neu“.

(Gregor Jansen, April 2020)

Fürbitten 2.Sonntag / Osterzeit

Herr Jesus Christus, Sieger über den Tod, Meister im Durchstehen angstvoller Stunden! Du nimmst uns ernst, die wir- wie Thomas- anfänglich nur unseren Sinneseindrücken vertrauen wollen, und. lässt dich von unseren Zweifeln berühren. Du lehrst uns aber, wie wir aus der Abgeschlossenheit unserer jetzigen schwierigen Lage wieder gemeinsam den Weg aus der Vertrauenskrise zum tieferen Sinn unseres Dir verdankten Daseins finden. Barmherzig gibst Du uns immer noch eine Chance und willst uns Wege der aufmerksamen Barmherzigkeit zu den Menschen lehren, die Dir in besonderer Weise am Herzen liegen. Tritt durch unsere oft verschlossenen Türen in unsere Mitte ! Auferstandener Herr und Meister wir kommen zu dir mit unseren Bitten:
A: Höre und erhöre uns!

Für uns alle, denen Du viel bedeutest. Gib, dass wir besonders in schwierigen Zeiten wachsen im Glauben an Dich und an den Weg, den Du zu gehen lehrst! Auferstandener Herr und Meister!
A: Höre und erhöre uns!

Für alle Familien, die mit Ihren Kindern auf die heuer verschobenen Erstkommunionsfeiern warten müssen! Steh ihnen und den Firmkandidaten bei, die großen heuer auftretenden Schwierigkeiten zu meistern! Auferstandener Herr und Meister!
A: Höre und erhöre uns!

Für alle Seelsorger und Psychotherapeuten. Lass sie verantwortungsvoll wirken und helfen in der Gewaltpräventation, der Bewährungshilfe, der Integration von Fremden, in der Trauerbewältigung! Schenke Begegnungen, die im gegenseitigen Geben und Nehmen zu mehr Leben beitragen! Auferstandener Herr und Meister!
A: Höre und erhöre uns!

Für alle, die in großer Not leben. Lass zu ihnen Menschen kommen, die durch das Licht deiner Barmherzigkeit motiviert an Verbesserungen ihrer Lage arbeiten! Auferstandener Herr und Meister!
A: Höre und erhöre uns!

Für alle, die wir lieb haben und für unsere Verstorbenen, die uns weiterhin nahe sind. Erhalte in uns die Dankbarkeit für das Gute, das wir teilen durften und die Hoffnung auf ein Wiedersehn im ewigen Leben. Schenke besonders denen Deine tröstende Barmherzigkeit, die schwer am Cov-19 erkrankt fern von ihren Lieben ihre hier im diesseitigen Leben letzte Reise antreten! Auferstandener Herr und Meister!
A: Höre und erhöre uns!

Herr und Meister, Du nimmst uns in unserer Freiheit ernst, schenkst uns auch in Verstimmungen die Hoffnung , dass sich in unser aller Gemeinschaft mit Dir, unser Blick und unser oft verstocktes Herz zum Guten verändert! Wir danken Dir dafür und möchten weiterhin im Vertrauen auf Deine Hilfe in unserem Leben von Deiner barmherzigen Liebe Zeugnis geben . Mach uns bereit, uns von Dir rufen und senden zu lassen! Jesus, unser Lehrer und Bruder, Dir sei Lob und Preis durch alle Zeit unseres Lebens! Amen.

Fürbitten Ostersonntag

Wenn wir heuer in distanziert eingeschränkter Weise versucht haben, die Nacht der Angst (Gründonnerstag) , die seelisch und physisch vernichtenden Verwundungen (Karfreitag) mit Jesus, unserem Herrn, durch zu stehen und zu leiden, dann wollen wir, (jeder/jede von uns) denen danken, die es uns gerade in der schwierigen Situation möglich gemacht haben und noch weiterhin ermöglichen werden, dass wir miteinander aber auch in der je eigenen Weise zur vielfältig empfundenen Osterfreude gelangen können!

Der helle Schein unserer Osterkerzen vertreibe das Dunkel in und um uns. In Jesus Christus, der für uns Licht ist, wird uns Hoffnung und Freude geschenkt! Wir rufen zu unserem Heiland und Erlöser:
A: Höre und erhöre uns!

Für Christen und Christinnen weltweit und in unseren Pfarrgemeinden: hilf uns als österlich befreite Menschen zu leben und so Deine Auferstehung glaubwürdig zu bezeugen! Jesus, Du unser Heiland und Erlöser!
A: Höre und erhöre uns!

Für die Amtsträger in der Kirche und uns, die wir in ihr unsere Dienste versehen, bestärke sie und uns in der Verkündigung der FROHEN BOTSCHAFT Deiner Auferstehung. Jesus, Du unser Heiland und Erlöser!
A: Höre und erhöre uns!

Für alle, die Schuld auf sich geladen habe: lass sie diese in ihrer Tragweite erkennen , sie bereuen und sich nach Vergebung sehnen. Nimm die schwere Last von ihren Seelen und lass sie Heilung erfahren! Jesus, Du unser Heiland und Erlöser!
A: Höre und erhöre uns!

Für alle, die an diesem Tag des Lebens um einen lieben Menschen trauern: Schenke ihrer Trauer Raum und lass ihren Lebensmut wieder wachsen! Jesus, Du unser Heiland und Erlöser!
A: Höre uns Erhöre uns!

Für die Opfer von Unfrieden Terror und Gewalt und für alle Toten, besonders diejenigen, die durch das Coronavirus ums Leben gekommen sind: Schenke ihnen Anteil an Deiner Auferstehung und an Deinem Leben in Gottes unvergänglichem Licht! Jesus, Du unser Heiland und Erlöser!
A: Höre uns..

Wir denken im Stillen persönlich an jene, die uns Gutes getan
oder uns zu Gutem motiviert haben und stellen sie fürbittend vor Jesus, unseren Heiland und Erlöser! A: Höre uns und erhöre uns!

Jesus Christus, in Dir sind auch wir erlöst und befreit zur Hoffnung und zu einem nachhaltig neuen Leben. Lass uns würdig werden durch das geöffnete Tor der Freude hindurch zu gehen. Dafür danken wir Dir und preisen den erbarmenden Vater im Heiligen Geist. Amen.

(Ingrid Melichar)

Übertragung der Sonntagsmessen

Die Gottesdienste werden in der Kirche aufgrund der bestehenden Bestimmungen weiterhin nur im kleinen Kreis gefeiert. Während der Gottesdienste bleibt die Kirche geschlossen.

Um die Möglichkeit zu bieten, daheim mitzufeiern, übertragen wir die Gottesdienste über unseren facebook-Account:
https://www.facebook.com/PfarreBreitenfeld
Ein eigenes facebook-Konto ist zum Zusehen nicht erforderlich!

Sonntag 9:30 Uhr
Liedzettel werden auf unserer Homepage
www.breitenfeld.info zum Download bereitgestellt: http://www.breitenfeld.info/liedblaetter-fuer-die-mess-uebertragungen/

Der Kindergottesdienst ist hier zu finden:
http://www.breitenfeld.info/category/kinderkirche/

Die Kirche bleibt weiterhin täglich zum persönlichen Gebet geöffnet.

Herzliche Einladung zur Mitfeier auf facebook live!
Euer Pfarrer Gregor Jansen

Betrachtungen zu den Kirchenfenstern der Breitenfelder Kirche – Teil 1: Die 7 Tage der Schöpfung

Nach der Zerstörung der Kirche im Zweiten Weltkrieg wurden die Fensteröffnungen provisorisch mit einfarbigem Glas verschlossen. Rechtzeitig zur 60-Jahr-Feier 1958 konnten neue Kirchenfenster installiert werden, die – wie auch ihre Vorgänger – ausschließlich durch Spenden finanziert wurden. Die vom ungarischen Künstler Franz Deéd (1923-1983) geschaffenen Motivfenster wurden in Grisailletechnik ausschließlich in Grau, Weiß und Schwarz ausgeführt.

Die Fenster des Kirchenschiffs zeigen Darstellungen von Heiligen, die Motivfenster des Querschiffs zeigen Szenen aus dem Leben des hl. Franz von Assisi und des hl. Franz Xaver. Die drei Chorfenster haben ein theologisches Bildprogramm, das sich jeweils um die Zahl 7 dreht.

Das linke Chorfenster stellt die sieben Tage der Schöpfung dar:

Die Schöpfungshand Gottes wird zentral im oberen Rund segnend dargestellt, von ihr geht alles Leben aus. Sie ist umgeben von den „Lichtern am Himmel“ Sonne, Mond und Sternen. Der biblische Schöpfungshymnus Gen 1,1 – 2,4a (die erste Lesung in der Feier der Osternacht) teilt die Schöpfung in sechs Tage ein. Der siebte Tag ist der Ruhetag (Schabbat), der die Schöpfung krönt und vollendet.

Der Geist Gottes (symbolisiert durch die Hand) schwebt von Anbeginn über dem Wasser. Das erste Schöpferwort Gottes „Es werde Licht“ führt vom Chaos der Urflut in die Ordnung des Kosmos. In der Darstellung geht alles Licht von der Schöpferhand Gottes aus.

In vielen Aspekten stellt der priesterschriftliche Schöpfungshymnus ein Gegenmodell zu den Religionen anderer Völker dar: Während dort Sonne, Mond und Sterne als eigene Gottheiten verehrt werden, sind sie in der Bibel nur „Lichter“, die der Schöpfer am Himmelsgewölbe befestigt. Ihre Funktion ist dienend: Mit ihrer Hilfe können Jahre und Festzeiten bestimmt werden.
Ähnliches gilt auch für die Tiere, die etwa in Ägypten mit Gottheiten verbunden wurden. Alles Leben wird von Gott ins Leben gerufen. Die vielen Details des Fensters zeigen die Vielfalt der Schöpfung: Pflanzen, Tiere des Wassers, des Landes und der Luft.

Im Zentrum steht ein Baum, neben dem der Mensch „als Abbild Gottes“, „männlich und weiblich“ dargestellt ist (Gen 1,26-27). Beide Menschen sind gleich an Würde geschaffen (Gen 1,27), sie erheben beide ihre Hand lobend zu Gott. Nur von ihnen wird gesagt, dass Gott sie segnet, aber sie haben als Teil der Schöpfung auch den besonderen Auftrag, sie zu bewahren und zu pflegen.

Auch, wenn wir mit dem Baum vielleicht eher die Geschichte des Sündenfalls verbinden, scheint der Künstler hier den Baum des Lebens (Gen 2,9) darzustellen, der buchstäblich in den Himmel wächst. Bemerkenswert ist, dass der Künstler die Schlange, die später beim Sündenfall als Personifikation des Bösen auftritt, nicht prominent darstellt (nur im Wasser ist eine Schlange oder ein schlangenförmiger Fisch zu erahnen). Das Böse ist noch nicht eingedrungen, die Menschen schämen sich noch nicht ihrer Nacktheit und müssen sich noch nicht vor Gott verstecken. Die Darstellung zeigt also die Harmonie der Schöpfung, in der sich Mensch und Natur vor dem Verlust des Paradieses befinden: „Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Und siehe, es war sehr gut.“ (Gen 1,31)

(Gregor Jansen, April 2020)

Hier geht es zum zweiten Teil

Kinder malen Ostern

Auf der Homepage der Kinderzeitschrift „Regenbogen“ gibt es gratis ein Osterbild zum Anmalen. hier der Download-Link:  Osteranmalbild

Diese katholische Kinderzeitschrift, die von der Diözese Gurk-Klagenfurt herausgegeben wird, lädt auch zu einem Gewinnspiel frei nach dem Motto: „Schick uns dein selbstgemachtes Osterbild“ ein. Näheres unter diesem Link: Gewinnspiel

Einsendeschluss ist der 20. Mai 2020 – also noch genug Zeit!

Live-Übertragungen der Liturgien der Karwoche

Wir übertragen die Liturgien der Karwoche über unseren facebook-Account: https://www.facebook.com/PfarreBreitenfeld
Ein eigenes facebook-Konto ist zum Zusehen nicht erforderlich.
Palmsonntag 5. April | 9:30 Uhr:
Hl. Messe mit Segnung der Palmzweige
Hier zum Nachschauen:
https://www.facebook.com/PfarreBreitenfeld/videos/231340291422085/
Gründonnerstag 9. April | 18:30 Uhr:
Messe vom Letzten Abendmahl
Liedblatt zum Mitsingen (pdf): Liedtext_Grüdo2020
Gebetstexte für die Ölbergandacht: Gr-ndonnerstag-Andacht
Karfreitag 10. April | 15:00 Uhr:
Liturgie vom Leiden und Sterben Christi
Liedblatt zum Mitsingen (pdf): Karfreitag20_Liedtext
Osternacht 11. April | 21:00 Uhr:
Lichtfeier – Wortgottesdienst – Eucharistie
(Die Taufwasserweihe und Tauferneuerung werden am ersten Sonntag, an dem wieder mit Beteiligung der Gemeinde gefeiert weden kann, nachgeholt)
Liedblatt zum Mitsingen: Liedtexte Osternacht
Ostersonntag 12. April | 9:30 Uhr:
Hl. Messe
Liedblatt zum Mitsingen: OsterSonnt20_Liedtext
Ostermontag 13. April | 9:30 Uhr:
Hl. Messe
Herzliche Einladung zur Mitfeier auf facebook live!

Anregungen für den Palmsonntag

Aufgrund der bestehenden Ausgangsbeschränkungen können wir den Palmsonntag (wie die ganze Karwoche und Ostern) nicht in der gewohnten Form feiern.
Das betrifft nicht nur die Messe, sondern auch die Segnung der Palmzweige und die Palmprozession, die wir in anderen Jahren immer am Bennoplatz begonnen haben.

Wir sind eingeladen, die Palmzweige im Rahmen eines Gottesdienstes zu Hause zu segnen. Die Gottesdienstvorlagen für den Palmsonntag und die Karwoche sind hier zu finden: https://www.netzwerk-gottesdienst.at

In der Messe um 9:30 werden zudem 100 Palmzweige gesegnet, die danach in der Kirche aufliegen und bei einem Kirchenbesuch (allein bzw. mit den Mitbewohnern) mitgenommen werden können. Bitte beachtet dabei die vorgeschriebenen Regeln und den Mindestabstand zu anderen Personen und denkt daran, dass auch nach euch noch andere einen Palmzweig mitnehmen wollen.

Danke für Euer Verständnis und ein herzliches Vergelt’s Gott dem Spender der Palmzweige!

„Wärest du hier gewesen“ – Gedanken zum Evangelium am 5. Fastensonntag

Die Texte zum heutigen Sonntag finden Sie hier:
https://www.erzabtei-beuron.de/schott/schott_anz/index.html?datum=2020-03-29&file=fastenzeit%2Fwoche5%2FSonntagA.htm

„Der, den du liebst, er ist krank“

Viele Menschen sind jetzt krank. Erkrankt an dem Virus, das die Welt in der Pandemie im Griff hält. Tausende sterben. Viele haben Angst, selbst zu erkranken, oder leben in Angst um liebe Menschen.
Und viele sterben einsam, weil niemand in ihren letzten Stunden zu ihnen darf.
Lässt Gott das alles zu?
„Warum bist du nicht da?“ fragen viele Menschen, frage ich.

Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben“

Zwei Mal hören wir diesen Satz im heutigen Evangelium, beide Schwestern – erst Marta, dann Maria – sagen ihn zu Jesus.
Ich habe diesen Satz bisher meist als einen Vorwurf verstanden, im Sinne von: „Warum warst du nicht da, als wir dich gebraucht haben?“.
Aber das steht dort nicht.
Heute lese und höre ich diesen Satz nicht mit dem (vielleicht von mir vorschnell unterstellten) vorwurfsvollen Unterton, sondern als Bekenntnis: Du hättest den Tod des Lazarus verhindern können, hättest ihn heilen können, wenn du da gewesen wärest. Aber auch jetzt glaube ich.
Kein Vorwurf, sondern ein Bekenntnis mitten in der Trauer um den verstorbenen Bruder.

„Ja, Herr, ich glaube“

Marta spricht diesen Satz aus, der mir unter die Haut geht. Ich denke an die Familien unserer Pfarre, die in den letzten Wochen den so frühen Tod von geliebten Menschen erleben mussten. Vermögen wir angesichts von Krankheit und Tod das Wort der trauernden Schwester Marta zu sprechen?
Ich verstehe das Leid nicht. Ich kann und will es nicht akzeptieren. Es kann nicht der Wille Gottes sein, dass Menschen leiden und (viel zu früh) sterben.
„Hätte er nicht verhindern können, dass dieser/diese starb?“ fragen nicht nur die Menschen, die Maria und Marta in ihrer Trauer begleiten.
Sprachlos und wortlos stehe ich da. Und wohl auch trost-los.
Der Papst hat in seiner Meditation am Freitag von der „ohrenbetäubenden Stille“ gesprochen, die jetzt die Welt erfüllt. „Es ist Abend geworden“. Dunkel.

„Ich bin die Auferstehung und das Leben“

Kann ich an dieses Wort Jesu glauben?
Ob ich es kann, weiß ich nicht.
Aber ich will daran glauben, mich daran festhalten.
Herr, hilf!

(Gregor Jansen)

Fürbittgebet zum 5. Fastensonntag

Herr, mit dem Ruf an Lazarus „Komm heraus“ willst Du auch uns herausholen aus Ängsten und lähmenden  Depressionen. Ungewohnt groß ist die scheinbar räumliche Distanz unter uns und zu Dir!

Im Vertrauen, dass Du jetzt auf unsere Rufe hörst, wollen wir uns der Realität der jetzigen weltweit für Mensch und Tier lebensbedrohlichen Situation stellen und für alle beten, die sich für die Aufrechterhaltung von gesunden Lebensbedingungen einsetzen und auch ihr eigenes Leben riskieren.
Mögen sie auf die Fürsprache Deiner Mutter und unserer bei Dir schon angekommenen Geschwister Schutz und Hilfe erfahren.

Herr, lass uns erkennen, dass Du auch unseren kleinen Schritten, unseren Bemühungen um Recht und Gerechtigkeit weiteren Raum schaffst durch deine weitaus größere Gerechtigkeit in barmherziger Liebe.

Gib, dass wir und alle für unser aller Wohl Verantwortlichen lernen, einander geduldig zu ermuntern und nicht aufhören, beharrlich auch kleine Schritte zu setzen, in der zuversichtlichen Hoffnung unter Deiner Begleitung unser Ziel zu erreichen!
Mögen wir durch Christus in Dir Deine barmherzige Liebe endgültig erfahren!

Amen.

(verfasst von Ingrid Melichar)

Corona: Weiterführung der Maßnahmen bis Ostermontag, 13.04.2020

Aufgrund der Vorgaben der Regierung und der Erzdiözese werden die bestehenden Regelungen zunächst bis zum Ostermontag 13. April fortgeführt.
In welchem Ausmaß danach noch Einschränkungen zu befolgen sind, wird sich nach der Entwicklung der Lage entscheiden.
Bis dahin gilt weiterhin:

Alle Pfarrveranstaltungen bleiben weiterhin ausnahmslos abgesagt!

Es werden keine öffentlichen Gottesdienste gefeiert. Dies gilt auch für die Karwoche und für Ostern.

Nutzen Sie die Möglichkeiten, daheim zu beten und Gottesdienste über Medien (Radio, Fernsehen, Internet) mitzufeiern. Eine Aufstellung von Gottesdienstübertragungen finden Sie auf: www.erzdioezese-wien.at

Geistliche Impulse, Texte und Videos finden Sie auf unserer Homepage:
www.breitenfeld.info unter dem Menüpunkt Impulse.

Die Priester der Pfarre feiern täglich die hl. Messe und schließen alle Pfarrangehörigen und ihre Anliegen in die Gebete der Messe ein.

Die Kirche bleibt wie bisher tagsüber offen für das persönliche Gebet. Bitte kommen Sie allein und beachten Sie den vorgesehenen Mindestabstand zu anderen Personen.
Insbesondere bitten wir um das Gebet für Kranke und Menschen in medizinischen und Pflegeberufen, die derzeit besonders gefordert sind.

Die Pfarrkanzlei bleibt geschlossen.
Telefonisch erreichbar ist die Kanzlei Montag, Mittwoch und Freitag von 9:00-11:00 unter der Nummer 01 / 405 14 95.
Außerhalb dieser Zeiten schreiben Sie bitte ein mail an pfarre@breitenfeld.info oder rufen Sie den Pfarrer an: 0664 / 824 36 78

Wenn Sie Hilfe benötigen oder ein Anliegen haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren!

Die Nähe und der Zusammenhalt drücken sich jetzt gerade dadurch aus, dass wir für eine Weile eine größere Distanz einhalten. Beten wir füreinander und darum, dass auch durch unseren Beitrag die Krise bald überwunden werden kann!

Danke für Ihr Verständnis!

Ihr/euer Pfarrer Gregor Jansen